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Uniper hebt Dividendenausblick

Düsseldorf - Der Energieversorger Uniper bestätigt den Ergebnisausblick für 2017 und will die Dividende bis 2020 deutlich anheben. Trotzdem fährt das Unternehmen in unruhigem Fahrwasser.

Auf einer Investoren-Veranstaltung hat der Uniper-Vorstand die weitere Unternehmenspolitik skizziert. Die Ankündigung kommt kurz nach der Bekanntgabe, dass der Hedgefonds Elliott sein Stimmrechtsanteil auf über 5 Prozent ausgebaut hat.

Uniper-Ergebnis 2017 bestätigt - Ausblick auf 2018
Uniper bestätigt seinen Ergebnis-Ausblick für das laufende Jahr mit einem bereinigten Gewinn (Ebit) in der Spanne von 1,0 bis 1,2 Milliarden Euro. Für 2018 geht Uniper trotz des Wegfalls des Ergebnisbeitrags der veräußerten Beteiligung am Gasfeld Yuzhno Russkoye sowie der Versicherungszahlung für Berjosowskaja 3 von einem bereinigten Ebit zwischen 0,8 und 1,1 Milliarden Euro aus.

Uniper-Dividende soll bis 2020 um durchschnittlich 25 Prozent steigen
Uniper plant für das nächste Jahr 2018 eine Anhebung der Dividende um 25 Prozent. Für 2018 sollen demnach ca. 310 Millionen Euro an die Aktionäre ausgeschüttet werden, für das laufende Jahr wie schon angekündigt 250 Millionen Euro. Damit würde die Dividende zum zweiten Mal in Folge um 25 Prozent angehoben werden, wenn Aufsichtsrat und Hauptversammlung dem Vorschlag folgen. Die Dividende soll bis 2020 im Durchschnitt um 25 Prozent pro Jahr steigen, so Uniper.

Übernahme und strategische Ausrichtung
Der Energieversorger Eon hält derzeit noch rd. 47 Prozent der Anteile an Uniper. Ursprünglich wollte Eon die Anteile marktschonend platzieren, allerdings hatte der finnische Energieversorger Fortum Anfang November 2017 Eon ein Angebot zur kompletten Übernahme der Anteile zum Preis von 22 Euro je Aktie (21,31 Euro je Aktie zuzüglich gegebenenfalls 0,69 Euro je Uniper-Aktie für die Dividende für 2017) angeboten. Nun mischt sich der Hedgefonds Elliott in den Übernahmepoker um Uniper ein. In einer Stimmrechtsmitteilung wurde bekannt gegeben, dass Elliott nun 5,32 Prozent der Uniper-Stimmrechte hält.

Unterdessen richtet der Uniper-Vorstand den Blick nach vorn. Bis in die Mitte der nächsten Dekade können danach viele Entwicklungen mit einiger Wahrscheinlichkeit abgeschätzt werden. So erwartet Uniper, dass in Europa die Orientierung der Politik an den Klimazielen dazu führen wird, dass Versorgungssicherheit zu einem knappen Gut wird. Mit seinen Kraftwerken, Speichern, Leitungen und Handelspositionen könne Uniper davon künftig deutlich profitieren. Vorteile erwartet der Uniper-Vorstand aus der starken Position im Gasgeschäft.

© IWR, 2017


07.12.2017