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RWE setzt auf Kerngeschäft Versorgungs-Sicherheit

Essen – Der Kraftwerksbetreiber RWE hat die Zahlen für das erste halbe Jahr 2017 veröffentlicht und demnach die Ergebniskennziffern verbessert. Für die Zukunft will sich RWE auch in einem neuen Kerngeschäft in Stellung bringen.

RWE zeigt sich mit dem Verlauf der ersten sechs Monate 2017 zufrieden. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) sowie vor allem das Nettoergebnis haben sich verbessert. Zukunftsprojekte will RWE im Kerngeschäft Versorgungssicherheit angehen.

Nettoergebnis klettert – Jahresprognose gut erreichbar

Der Energieversorger RWE hat im ersten Halbjahr 2017 bei leicht rückläufigem Umsatz im Vergleich zur ersten Jahreshälfte des Vorjahres die Ergebnisse verbessert. Der Außenumsatz ist um 2,4 Prozent auf 23,3 Mrd. Euro gesunken (H1 2016: 23,9 Mrd. Euro). Das bereingite Ebitda ist hingegen um 6,7 Prozent auf 3,2 Mrd. Euro gestiegen (H1 2016: 3,0 Mrd. Euro). Das Nettoergebnis erreichte 2,7 Mrd. Euro nach 457 Mio. Euro im Vorjahr. Ursächlich für diesen Anstieg waren neben der guten operativen Geschäftsentwicklung ein deutlich verbessertes Finanzergebnis sowie die Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer. Das bereinigte Nettoergebnis, bei dem die Rückerstattung der Kernbrennstoffsteuer nicht berücksichtigt wurde, ist um 35,3 Prozent auf 809 Mio. Euro geklettert. Für das Gesamtjahr 2017 geht RWE unverändert davon aus, ein bereinigtes Ebitda von 5,4 bis 5,7 Mrd. Euro (2016: 5,4 Mrd. Euro) und ein bereinigtes Nettoergebnis von 1,0 bis 1,3 Mrd. Euro (2016: 777 Mio. Euro) zu erzielen. Nach der aktuellen Planung erwartet das Unternehmen nun, das obere Ende der genannten Bandbreiten zu erreichen.

CEO Schmitz spricht vom Kerngeschäft Versorgungssicherheit

Dr. Rolf Martin Schmitz, CEO der RWE AG sieht das Unternehmen auf Kurs. „Wir haben das erste Halbjahr konsequent dazu genutzt, unser Unternehmen auf Basis unserer Strategie voranzubringen“, erklärte Schmitz. „Dazu gehören auch Zukunftsprojekte, um uns im Kerngeschäft Versorgungssicherheit erfolgreich zu positionieren.“ So hat RWE am Kraftwerksstandort im britischen Tilbury erste Planungsschritte eingeleitet, um Optionen zum Bau von Gaskraftwerken und eines Batteriespeichers zu schaffen. In den Niederlanden rüstet das Unternehmen Kraftwerke für den Einsatz von Biomasse um. Dieses staatlich geförderte Geschäft soll langfristig Sicherheit für Investitionen und Erträge bieten. Eine weitere innovative Lösung sei die Vermarktung dezentraler Kapazitäten aus Notstromaggregaten durch den Energiehandel.

RWE-Aktie steigt – Deutsche Bank kommentiert

Die Aktie des Energiekonzerns legt im Handel am Montagmorgen bislang um 2,4 Prozent auf 19,26 Euro zu (Stand 9:30 Uhr, Börse Stuttgart) und zählt damit zu den Toptiteln im Dax. In einem Analystenkommentar von Freitag (11.08.2017) wird die Kaufempfehlung bestätigt. Die Aktienexperten der Deutschen Bank haben die Einstufung „buy“ bekräftigt.

© IWR, 2017

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14.08.2017

 



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