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Welche Kohlekraftwerke Uniper bis 2025 abschaltet

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Düsseldorf – Der Energieversorger Uniper hat die Stilllegungspläne für die Kohlekraftwerke in Deutschland bekannt gegeben. Danach hat Uniper nach dem Jahr 2025 nur noch ein Kohlekraftwerk in Betrieb.

Uniper treibt die Transformation des Unternehmens und die Dekarbonisierung seines Portfolios voran. Vor dem Hintergrund der gesellschaftlichen Diskussionen über den Kohleausstieg in Deutschland hat Uniper heute (30.01.2020) den Abschaltungsplan vorgestellt. An den betroffenen Standorten werden dann auf die Zukunft ausgerichtete Lösungen entwickelt.

Uniper Steinkohle-Kraftwerke gehen in zwei Stufen bis 2025 vom Netz
Uniper plant, die drei Steinkohle-Kraftwerksblöcke in Gelsenkirchen Scholven sowie das Kraftwerk Wilhelmshaven mit einer Gesamtleistung von rund 1.500 Megawatt bis Ende 2022 stillzulegen. Bis spätestens Ende 2025 ist vorgesehen, weitere 1.400 Megawatt Kohlekraftleistung an den Standorten Staudinger und Heyden abzuschalten.
Bis 2015 hatte Uniper bereits Kohlekraftwerksleistung von gut 2.400 Megawatt an den Standorten Datteln, Scholven, Knepper, Veltheim und Shamrock außer Betrieb genommen. Insgesamt werden durch diese Stilllegungen CO2-Einsparungen in einer Größenordnung von bis zu rund 18 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr erzielt, teilte Uniper mit.

Letztes Uniper-Kohlekraftwerk in Deutschland ist Datteln IV
Das letzte im Uniper-Portfolio verbleibende Kohlekraftwerk in Deutschland wird das umstrittene Kraftwerk Datteln 4 sein, das bereits mit dem Stromnetz synchronisiert wurde und sich derzeit im technischen Testbetrieb befindet. Es ist nach Angaben von Uniper eines der modernsten Kohlekraftwerke und Teil von Unipers Strategie, den CO2-Ausstoß des Unternehmens zu senken. Uniper strebt an, durch die geplanten freiwilligen Stilllegungen der alten und ineffizienten Anlagen und die Inbetriebnahme von Datteln 4 ihre CO2-Emissionen in Deutschland in den nächsten fünf Jahren noch einmal um bis zu 40 Prozent zu senken und gleichzeitig die Versorgungssicherheit für die von ihr belieferten Kunden und Kommunen aufrechtzuerhalten.

Uniper entwickelt Transformationskonzepte für die betroffenen Standorte
Für die von Stilllegungen betroffenen Kraftwerksstandorte will Uniper auf die Zukunft ausgerichtete und nachhaltige Transformationskonzepte für die Energiewelt von morgen entwickeln, die langfristige Beschäftigungsperspektiven ermöglichen. Dazu zählen unter anderem Planungen und Überlegungen zum Bau und Betrieb von neuen gasbefeuerten KWK-Anlagen mit Fernwärmeauskopplung, innovative Lösungen zur Versorgung von Industriekunden mit Dampf, Wärme, Kälte und Strom oder die Errichtung von Anlagen zur industriellen Produktion von Wasserstoff.

© IWR, 2020


30.01.2020

 



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