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Grüner Wasserstoff: Erster Förderbescheid in nationaler Wasserstoffstrategie übergeben

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Berlin - Der schnelle Markthochlauf der grünen Wasserstoffwirtschaft ist ein zentrales Ziel der Nationalen Wasserstoffstrategie ist. Mit der Übergabe des ersten Förderbescheids für ein grünes Wasserstoffprojekt im Weltmaßstab ist ein wichtiger Zwischenschritt auf dem Weg zur Dekarbonisierung der Industrie erreicht.

Das Bundeswirtschaftsministerium (BMWi) arbeitet im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie mit Hochdruck am Aufbau der regulatorischen und rechtlichen Rahmenbedingungen für den Markthochlauf der H2-Wirtschaft. Dabei haben konkrete und ambitionierte Projekte eine hohe Bedeutung. In dem Projekt Trailblazer von Air Liquide wird ein Elektrolyseur im Weltmaßstab gebaut, der die Chancen von grünem Wasserstoff für die Klimapolitik und den Industriestandort Deutschland verdeutlicht.

Projekt Trailblazer zeigt nachhaltige Transformation von Industrie und Verkehr auf
Die Parlamentarische Staatssekretärin im BMWi, Elisabeth Winkelmeier-Becker, hat Air Liquide Deutschland jetzt einen Förderbescheid für den Aufbau eines 20-MW-Elektrolyseurs zur Erzeugung von grünem Wasserstoff über ein Fördervolumen von 10,6 Millionen Euro überreicht. Winkelmeier-Becker betonte anlässlich der Übergabe des Förderbescheids den Vorzeigecharakter des Projektes „Trailblazer“ der Air Liquide Deutschland GmbH. „Hier wird gezeigt, wie mit „grünem“ Wasserstoff die nachhaltige Transformation der Industrie sowie bestimmter Verkehrsbereiche aussehen kann. Zugleich ist das Projekt ein starkes Zeichen für die Positionierung des Rhein-/Ruhrgebiets im Wasserstoffbereich“, so Winkelmeier-Becker.

Trailblazer ist das erste Wasserstoff-Vorhaben in Deutschland, das im Rahmen der Nationalen Wasserstoffstrategie (NWS) aus Mitteln des Konjunkturpaketes gefördert wird. Das Projekt steht auch für den Beginn der Partnerschaft von Air Liquide und Siemens Energy im Elektrolysebereich.

Bau des bislang größten, an bestehende H2-Infrastruktur angeschlossenen Elektrolyseurs in Deutschland
Air Liquide plant im Rahmen einer Partnerschaft mit Siemens Energy den Bau eines 30-Megawatt (MW)-Elektrolyseurs zur Erzeugung von klimaneutralem Wasserstoff in Oberhausen. In einer ersten Phase soll die Anlage bereits 2023 mit einer Leistung von 20 MW in Betrieb gehen. Der Elektrolyseur wird im Zuge des Projektes in die bestehende Wasserstoff-Pipeline von Air Liquide integriert, um Schlüsselindustrien und die emissionsfreie Mobilität im Raum Rhein-Ruhr mit klimaneutralem Wasserstoff zu versorgen.

Der neue Protonen-Exchange-Membran (PEM)-Elektrolyseur, der von Air Liquide gebaut wird, wird klimaneutralen Wasserstoff aus Wasser und erneuerbarem Strom erzeugen. Die technologische Lösung für das Projekt wollen Air Liquide und Siemens Energy gemeinsam entwickeln. Ziel ist es, bis 2023 zusammen zunächst eine 20-MW-Elektrolyseur-Anlage zu errichten, die 2.900 Tonnen klimaneutralen Wasserstoff pro Jahr und klimaneutralen Sauerstoff produzieren wird. In einer zweiten Phase ist es geplant, die Kapazität der Anlage auf 30 MW zu erhöhen.

Der PEM-Elektrolyseur wird die größte Produktionsanlage von klimaneutralem Wasserstoff sein, die bislang an eine bestehende Pipeline angeschlossen wird. Durch die beschleunigte Verfügbarkeit des Wasserstoffs sollen Sektoren wie Stahl, Chemie, Raffinerie und Mobilität in Nordrhein-Westfalen bei ihren Bemühungen um eine Verringerung ihres Kohlendioxid-Fußabdrucks unterstützt werden.

“Wir schätzen die Unterstützung des Bundeswirtschaftsministeriums für dieses bahnbrechende Projekt. Gerade durch die Einbindung in eine bestehende Wasserstoff-Infrastruktur wird die Dekarbonisierung der nordrhein-westfälischen Industrie beschleunigt und die saubere Mobilität in dieser bevölkerungsreichen Region gefördert“, so Gilles Le Van, Vorsitzender der Geschäftsführung der Air Liquide Deutschland GmbH. Der Bau der Anlage werde das erste Projekt im Rahmen der Partnerschaft zwischen Air Liquide und Siemens Energy sein und werde zur Entstehung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft in Deutschland beitragen, so Le Van weiter.


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04.08.2021

 



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