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Globales Klimaschutz-Abkommen tritt in Kraft

Berlin - Zusammen mit der EU-Kommission und mit anderen EU-Staaten hat die Bundesregierung nun die Ratifizierungsurkunde zum Pariser Weltklima-Abkommen bei den Vereinten Nationen in New York hinterlegt. Nun kann das Abkommen in 30 Tagen in Kraft treten. Ein internationaler Spitzendilpomat dürfte sich über dieses Ergebnis auch persönlich ganz besonders freuen.

Mit der Ratifizierung durch die EU sind sämtliche notwendigen Schwellen für das Inkrafttreten des historischen Weltklima-Vertrags überschritten. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) wird die Ratifizierung am Freitag (07.10.2016) in einer Zeremonie mit dem scheidenden UN-Generalsekretär Ban Ki-moon in Hamburg würdigen.

Bedingungen erfüllt: 55 Staaten mit 55 Prozent der Treibhausgase haben ratifiziert

Deutschland hinterlegt seine Ratifizierungsurkunde zusammen mit der EU-Kommission und einigen anderen EU-Staaten. Deutschland allein kommt auf 2,56 Prozent der Emissionen. Das Pariser Klimaschutzabkommen tritt 30 Tage nach dem Zeitpunkt in Kraft, an dem mindestens 55 Staaten, die für mindestens 55 Prozent der globalen Treibhausgasemissionen stehen, ihre Ratifizierungsurkunde hinterlegt haben. Diese Voraussetzungen sind nun erfüllt

Klimaschutzabkommen wird definitiv im November in Kraft treten

Hendricks: „In Paris haben wir Geschichte geschrieben. Heute haben wir sie unumkehrbar gemacht. Das Pariser Klimaschutzabkommen wird definitiv im November in Kraft treten. Wir haben so lange für dieses Abkommen gekämpft. Darum ist es gut, dass wir auch von Anfang an als Vertragspartei dabei sind. Noch nie haben wir Klimaschützer so viel Rückenwind auf der ganzen Welt erlebt. Das macht Mut für die Phase der Umsetzung, die nun vor uns liegt.“

Ban Ki-moon geht als UN-Generalsekretär mit Klimavertrag in die Geschichtsbücher ein

Am Freitag findet in Hamburg eine symbolische Übergabe an UN-Generalsekretär Ban Ki-moon statt. Hendricks hält dort die Laudatio auf den UN-Generalsekretär, der mit dem Ehrenpreis des Deutschen Nachhaltigkeitspreises ausgezeichnet wird. Dabei wird sie Ban ein Replikat der deutschen Ratifizierungsurkunde überreichen. Der Südkoreaner Ban, der seit 2007 als achter Generalsekretär der Vereinten Nationen im Amt ist, scheidet zum Jahresende aus. Sein Name wird mit dem Abschluss und dem Inkrafttreten des historischen Klimavertrags in die Geschichtsbücher eingehen. Als Nachfolger von Ban Ki-moon wird der Portugiese António Guterres, ehemaliger Premierminister von Portugal und von 2005 bis 2015 Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen, gehandelt.

© IWR, 2016

06.10.2016