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Solarverband untersucht pakistanischen Solarmarkt

Berlin – Pakistan bietet mit seiner hohen Solarstrahlung gute Voraussetzungen für die Nutzung der Solarenergie. Doch europäische Hersteller können sich kaum durchsetzen. Das soll sich nun ändern.

Der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW-Solar) hat den pakistanischen Solarmarkt untersucht und Zielsegmente für deutsche Hersteller identifiziert. Entsprechende Markt-Vorbereitungsmaßnahmen laufen bereits.

Wissensdefizite und fehlende Vertriebsnetze bremsen Qualitäts-Hersteller aus

Pakistan bietet mit einer hohen solaren Einstrahlung und jüngst verbesserten Rahmenbedingungen gute Voraussetzungen für die Solarstromerzeugung. Doch Wissensdefizite der Marktakteure über Qualitätsstandards sowie ein mangelndes Vertriebs- und Servicenetzwerks stehen einem Markterfolg deutscher Hersteller bislang im Weg. Zu diesem Ergebnis kommt der BSW-Solar, der im Auftrag der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) die Studie „Pakistan Solar Quality Potential: Measures to Increase the Market Demand for Quality“ erstellt hat.

BSW-Solar will Qualitätsstandards etablieren

Um höhere Qualitätsstandards im Markt zu verankern, führte BSW-Solar in Zusammenarbeit mit dem pakistanischen Beratungsunternehmen Stimulus Train-the-Trainer-Schulungen in Lahore durch. Eingebunden waren ein technisches Ausbildungszentrum (TEVTA), eine Forschungseinrichtung der Universität Punjab (CERAD) und die Firma Nizam Energy, eines der größten Solarunternehmen in Pakistan. Weitere Schulungen sollen 2017 folgen. In Kürze werden zudem 21 Qualitäts-, Sicherheits- und Umweltstandards der International Electrotechnical Commission (IEC) zur Prüfung importierter Produkte in Pakistan angewandt, womit sich die Chancen europäischer Qualitätsanbieter weiter verbessern dürften.

Studie identifiziert Zielsegmente für deutsche Unternehmen

Bislang wird der pakistanische Markt von China dominiert, im Bereich der Photovoltaik(PV)-Panels liegt der Marktanteil bei über 90 Prozent. Das größte PV-Potenzial für deutsche Unternehmen ist im industriellen Bereich anzutreffen und hier insbesondere in der Textil-, Sport- und Pharmabranche. Dabei sind die Absatzchancen für schlüsselfertige Photovoltaik-Anlagen sowie Wechselrichter, Batterien und Prüfinstrumente am höchsten. Auch für technische Beratung und Ingenieurs-Dienstleistungen gibt es einen Markt.

© IWR, 2017




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