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Wie Windkraftanlagen Trinkwasser bereitstellen können

Reston, USA – Studenten der US-Universität Berkeley in Kalifornien haben ein Gerät entwickelt, mit der sauberes Trinkwasser aus der Luft gewonnen werden kann. Dabei spielt die Windenergie eine entscheidende Rolle.

Das Projekt 2015 initiierte Projekte birgt das Potenzial, die Wasserversorgung vieler Menschen zu verbessern. Der „Waterseer“ filtert sauberes Trinkwasser mit Hilfe der Windenergie aus der Luft und ist dabei deutlich günstiger als Brunnenbohrungen.

Waterseer schöpft Kondenswasser aus Umgebungsluft

Die Funktionsweise des Waterseer ist relativ einfach. Eine kleine Windturbine treibt einen internen Ventilator an, der Umgebungsluft über ein Rohr in eine unterirdische Kondensationskammer lenkt. Dort kondensiert das Wasser in der Luft an den kühleren Seitenwänden. Da die Wände stets kühler als die Außentemperatur sind, erzeugt das auch bei einer Flaute Wasser und benötig keine zusätzliche Energiezufuhr.

Noch befindet sich das Projekt in der Produktdesign- und Feldversuchsphase. Die spätere Ausführung soll nur etwa einen Meter hoch sein, mit einer 60 Zentimeter durchmessenden Kondensationskammer, die sich zwei Meter unter der Erde befindet. Die Hersteller empfehlen zudem die unterirdische Verknüpfung mehrerer Reservoirs zur Einspeisung in eine Speicher-Zisterne. Aktuell arbeitet das Unternehmen an einer Version die auch für Frost geeignet ist, indem sie die Luft vor dem Eintritt in die Kondensationskammer erwärmt.

Wassergewinnung günstiger als Brunnenbohrungen

Das erste Gerät soll Ende 2017 verschifft werden. Bislang gehen die Hersteller von Kosten um die 250 US-Dollar aus, was deutlich unter den Kosten von Brunnenbohrungen liegen soll. Zudem ist das Gerät praktisch überall und dauerhaft einsetzbar und verbraucht keinerlei Grundwasser.

Als Projektunterstützer hat das vertreibende Unternehmen Waterseer Inc. den US-Friedenskorps (NPCA) gewonnen. Die Entwicklungshilfeorganisation hat bereits an den ersten Feldversuchen mitgearbeitete und wird weitere Tests mit neuen verbesserten Prototypen koordinieren. Die Prototypen wurden durch eine Crowdfunding-Kampagne finanziert, die letztes Jahr bereits gut 330.000 US-Dollar gesammelt hat.

© IWR, 2017

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