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Energiekonzern Enel steuert auf 100 Prozent erneuerbare Energien zu

Rom/Münster – Der CEO des italienischen Energiekonzerns Enel, Franceso Starace, hat viele Jahre die auf regenerative Energien fokussierte Tochter Enel Green Power geleitet und gilt als Befürworter der erneuerbaren Energien. Nun erklärt der 62-Jährige, der gerade als Enel-Boss verlängert hat, die weiteren Ausbaupläne.

Starace ist seit 2014 CEO von Enel und hat zuvor seit 2008 den Bereich Enel Green Power geleitet. Die Ökoenergietochter war zeitweise auch im globalen Aktienindex der Regenerativen Energiewirtschaft RENIXX World vertreten. Inzwischen hat Enel die Ökostromtochter aber wieder in den Konzern integriert. Starace wurde nun vom Enel-Aufsichtsrat für drei weitere Jahre als CEO berufen. In einem Interview skizziert er auch die Zukunft der erneuerbaren Energien.

Enel: 45 Prozent der Erzeugungskapazitäten bereits regenerativ

In einem aktuellen Interview mit der Börsen-Zeitung bestätigt Starace, dass beim Energiekonzern Enel bereits jetzt 45 Prozent der Erzeugungskapazitäten auf erneuerbare Energien entfallen. Enel betreibt in 31 Ländern der Erde Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt rund 83.000 Megawatt (MW). Davon entfallen auf die erneuerbaren Energien rund 36.000 MW. Darin ist auch die Wasserkraft enthalten, die anders als Wind- und Solarenergie schon lange genutzt wird. Allerdings tragen die Erneuerbaren nur zu 26 Prozent zum operativen Ergebnis bei, so Starace.

Der Enel-Chef erklärte zudem, dass der Konzern bis 2050 vollständig aus fossilen Energieträgern aussteigen wird. Dabei verfolge Enel einen stufenweisen Abbau der fossilen Kraftwerke. Bis 2019 wird Enel demnach rund 12 Mrd. Euro in Wachstumsprojekte investieren. Darunter fallen laut Starace die erneuerbaren Energien sowie der Netzausbau. Weitere 9 Mrd. Euro werde der Energiekonzern für Erhaltungsinvestitionen einsetzen.

Enel schwerster Energiekonzern in Europa

Enel ist nach der Integration von Enel Green Power im Jahr 2016 zum teuersten Energiekonzern in Europa geworden. Die Börse bewertet Enel derzeit mit etwa 43 Milliarden Euro. Innogy, momentan schwerster deutscher Energiekonzern, bringt „nur“ rund 19 Mrd. Euro auf die Waage.

Enel Green Power ist im Jahr 2010 im Rahmen eines spektakulären IPOs an die Börse gegangen. Enel hatte durch den Börsengang der Regenerativ-Tochter über drei Mrd. Euro eingesammelt. Enel Green Power war von Anfang 2011 bis März 2016 im RENIXX World gelistet, bevor die Gesellschaft wieder in den Konzern integriert wurde.

© IWR, 2017

10.05.2017

 



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