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Eon: Wie Analysten einen Verkauf des Uniper-Paketes bewerten

Münster – Energieversorger Eon hatte letzte Woche bestätigt, mit dem finnischen Versorger Fortum in fortgeschrittenen Verhandlungen über einen Verkauf der Uniper-Anteile zu stecken. Noch hält Eon knapp 47 Prozent am Kraftwerksbetreiber Uniper, will diese Anteile aber an Fortum verkaufen. Die Analysten sind sich einig.

Bei der im Raum stehenden Übernahme sind auch bereits Details zum möglichen Kaufpreis für die Uniper-Anteile bekanntgegeben worden. Demnach will der finnische Versorger Fortum 22 Euro pro Aktie zahlen. Das entspricht einer Bewertung des gesamten Uniper-Konzerns mit 8,05 Milliarden Euro. Vor gut einem Jahr wurde der Konzern noch mit weniger als vier Milliarden Euro bewertet.

Aktienkurs von Uniper hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt

Die Uniper Aktie ist nach der Abspaltung vom Eon-Konzern am 12. September 2016 eigenständig an die Börse gegangen. Die Aktie wurde damals für rund zehn Euro gehandelt und hat sich seither innerhalb eines Jahres mehr als verdoppelt. Ein Verkauf des Anteilspakets könnte sich für Eon als gute Gelegenheit darstellen. Eon allein würde für die gehaltenen Uniper-Anteile rund 3,8 Mrd. Euro einnehmen. Auch die Analysten bewerten den angekündigten Deal positiv.

Die Aktie von Eon ist nach der Veröffentlichung der Nachricht über den Stand der Verhandlungen am vergangenen Mittwoch (20.09.2017) zunächst von weniger als 9,20 Euro auf über 9,50 Euro geklettert. Doch an den darauffolgenden Handelstagen hat sich der Eon-Aktienkurs wieder abgekühlt. Im Handel am Montagmorgen gibt die Eon-Aktie bislang um 0,4 Prozent auf 9,27 Euro nach (Stand 10:03 Uhr, Börse Xetra).

Analysten sind sich einig: Uniper-Verkauf für Eon positiv

Gegen Ende der vergangenen Woche meldeten sich auch einige Analysten zu Wort und ordneten die Bedeutung eines Uniper-Verkaufs ein. Analyst Peter Crampton von der Investmentbank Macquarie in Australien rechnet mit positiven Auswirkungen für den Eon-Kurs. Daher bleibt Crampton beim Votum „outperform“ und beim Kursziel von 10,00 Euro. Auch Lawson Steele von der Berenberg Bank hebt positive Aspekte eine Uniper-Verkaufs hervor: Eon käme so beim Schuldenabbau deutlich voran, meint Steele, der weiterhin ein „hold“ für die Eon-Aktie vergibt und als Kursziel 9,50 Euro nennt. Ingo Becker von Kepler Cheuvreux sieht Eon derzeit als größten Gewinner in diesem Zusammenhang. Becker bleibt aber bei seinem „reduce" und einem Kursziel von 8,00 Euro. Sven Diermeier von Independent Research findet den Verkaufspreis von 22 Euro je Aktie für Eon attraktiv. Diermeier hat das Kursziel von 10,10 auf 10,40 Euro angehoben und bleibt bei „halten“.

© IWR, 2017


25.09.2017

 



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