Energiefirmen.de

Branchenportal der Energiewirtschaft

PlanET 4 1280 256

Balkon-PV-Anlagen nun erlaubt

© Christoph Rasch / Greenpeace Energy eG© Christoph Rasch / Greenpeace Energy eG

Berlin/Hamburg – Verbraucher dürfen steckbare Solarmodule zur privaten Stromerzeugung künftig direkt an normale Haushaltsstromkreise anschließen. Für derartige Anlagen, die zum Beispiel bei Stadtwohnungen auf dem Balkon genutzt werden können, hatten Experten zuvor Sicherheitsbedenken geäußert.

Ein nun abgeschlossenes Normierungsverfahrens beim Verband der Elektrotechnik (VDE) und der Deutschen Kommission Elektrotechnik (DKE) ist zu dem Schluss gekommen, dass die Mini-Photovoltaik(PV)-Anlagen an den Haushalts-Stromkreis angeschlossen werden können. Diese Neuregelung macht die Nutzung von Mini-Solaranlagen erheblich einfacher.

Greenpeace Energy: Weg frei für massenhafte Nutzung von Mini-Solaranlagen
Der VDE und der DKE, die die in Deutschland geltenden Sicherheitsbestimmungen bei elektrotechnischen Geräten erarbeiten, haben die entsprechende Norm VDE 0100-551 angepasst und ermöglichen so den einfachen Betrieb der Mini-Solarstromanlagen. Mit einer Veröffentlichung dieser Norm durch VDE und DKE wird aber erst Anfang 2019 gerechnet. „Das ist ein längst überfälliger Durchbruch für die Solarenergie in deutschen Städten“, sagt Sönke Tangermann, Vorstand von Greenpeace Energy. „Die Einigung macht den Weg frei für die massenhafte Nutzung solcher kleinen PV-Anlagen, die Mieter von nun an problemlos auf ihrem Balkon anschließen und damit eigenen Solarstrom ernten können.“

Nutzung des „normalen“ Schuko-Steckers noch ungeklärt
Auch Bernhard Weyres-Borchert, Präsident der Deutschen Gesellschaft für Sonnenenergie (DGS), findet die überarbeitete Norm zeitgemäßer. Steckbare Solarmodule mit modernen Wechselrichtern würden seit Jahren sämtliche Sicherheitsstandards erfüllen. Borchert weiter: „Jetzt fehlt noch eine eigene Produktnorm für solche laienbedienbaren Geräte. Daran arbeiten wir gerade.“ Ungeklärt ist zudem, ob solche Module künftig spezielle Einspeisesteckdosen benötigen oder einfach per Schutzkontakt-Stecker (Schuko-Stecker) angeschlossen werden können. Weyres-Borchert meint, dass eine Schuko-Steckdose völlig ausreicht, wenn ein Solargerät die DGS-Sicherheitsstandards erfüllt. Grund: Photovoltaikmodule mit modernen Wechselrichtern böten denselben Schutz vor Stromschlag oder ähnlichen Gefahren wie andere Haushaltsgeräte. Auch in anderen europäischen Staaten wie der Schweiz, Portugal und Österreich sei die Nutzung von Stecker-Solargeräten unkompliziert möglich.

Greenpeace Energy streitet mit Stromnetz Hamburg wegen Balkon-Solaranlagen
Die DGS und Greenpeace Energy, aber auch renommierte Forschungsinstitute wie das Fraunhofer ISE hatten die Sicherheit moderner Mini-Solaranlagen wiederholt durch Gutachten belegt und so die Arbeit an den Normen angeregt. Die Energiegenossenschaft Greenpeace Energy klagt auch am Landgericht Hamburg gegen den Netzbetreiber Stromnetz Hamburg, weil dieser die Nutzung eines modernen steckbaren Solarmoduls untersagt. Greenpeace-Energy-Vorstand Tangermann: „Das Ergebnis des jetzt abgeschlossenen Normverfahrens bedeutet: Netzbetreiber müssen nun zügig unkomplizierte Anmeldeverfahren etablieren und ihre Blockade beenden. Das gilt auch für Stromnetz Hamburg“, fordert Tangermann. Auch mit der innogy-Tochter Westnetz hatte sich Greenpeace Energy wegen der Mini-Solaranlagen gestritten.

© IWR, 2017


Aktuelle Jobs

Elektroingenieurin als Asset-Spezialistin für Erdkabel (w/m) (mit Fokus Höchstspannungs-Gleichstrom-Übertragung, SuedOstLink)

image

Erdkabel im Höchstspannungsnetz 50Hertz (mit gut tausend Mitarbeiter/innen) leistet als Betreiber des Höchstspannungsnetzes im Nordosten Deutschlands einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende. Ein zentrales Vorhaben dabei ist der SuedOstLink, eine Hochspannungs-Gleichstrom-Übertragungsleitung (HGÜ), di...

weiter...

Pressemitteilung

Nordex Group gewinnt Auftrag in Brasilien

Hamburg (iwr-pressedienst) - Die Nordex Group hat den Auftrag für die Lieferung und Errichtung des Windparks „Fortim“ erhalten. Das Projekt hat eine Kapazität von 123 Megawatt und wird aus 41 Turbinen der Baureihe AW125/3000 bestehen. Die Errichtung der Anlagen startet Anfang 2019. Kunde ist ...

weiter...

Firmenprofile

image

REETEC GmbH

Mit Sicherheit anders REETEC – das steht für innovative und unabhängige Windenergiedienstleistungen, aber auch für nachhaltige Wert... weiter...
image

wpd AG

wpd ist ein weltweit agierender Entwickler und Betreiber von Windparks an Land und auf See. In den vergangenen 20 Jahren hat die Unternehmensgruppe 2.180 W... weiter...
image

Kaiserwetter Energy Asset Management GmbH

Kaiserwetter ist ein unabhängiger, international agierender Dienstleister für das Management von Wind- und Solar-Assets. Das Dienstleistungsportf... weiter...
image

Adwen GmbH

Adwen – Advanced wind energy – ist ein 50/50 Joint Venture zwischen AREVA und GAMESA, zwei weltweit agierende Energieunternehmen. Mit einer... weiter...
image

Deutsche Windtechnik AG

Die Deutsche Windtechnik AG mit Hauptsitz in Bremen bietet in Europa und den USA das komplette Paket für die technische Instandhaltung von Windenergie... weiter...

Veranstaltungen

Azubitage 2018

25.09.2018 - 26.09.2018, Leipzig

Weiter...

  • image

    IWR-Twitter-Feed

  • 1
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4