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Windbranche bringt auch Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt

© psm Nature Power Service & Management GmbH & Co. KG © psm Nature Power Service & Management GmbH & Co. KG

Erkelenz - Die psm Nature Power Service & Management GmbH & Co. KG will in Deutschland lebende Flüchtlinge in die Gesellschaft integrieren und ihnen auch eine Perspektive auf dem Arbeitsmarkt schaffen. Partner ist die Kraftwerksschule in Essen.

Mit dem Projekt „Empower Refugees“ hat der herstellerunabhängige Service-Dienstleister für Windenergie- und Solaranlagen aus Erkelenz gemeinsam mit der Kraftwerksschule e.V. aus Essen ein Umschulungsprogramm entwickelt, mit dem Flüchtlinge mit entsprechenden Vorkenntnissen zum Industrieelektriker Fachrichtung Betriebstechnik umgeschult werden.

Flüchtlinge sammeln erste Praxiserfahrungen
Insgesamt zwölf für die Umschulung vorgesehene Flüchtlinge haben bereits ihre Höhentauglichkeit bei einer Testbesteigung einer Windenergieanlage bewiesen sowie eine Schulung zum Arbeitsschutz und ein Arbeitssicherheitstraining absolviert, teilte psm mit. Mitte April 2018 haben die Flüchtlinge ein jeweils fünfwöchiges Praktikum in insgesamt vier Unternehmen der Windenergiebranche aufgenommen. Vier Praktikanten sammeln aktuell bei psm in Erkelenz erste Erfahrungen bei Inspektionen und der Instandhaltung von Windenergieanlagen.

Kraftwerksschule Essen als Partner für Umschulungen
Weil psm alleine den Flüchtlingen lediglich eine klassische Ausbildung über dreieinhalb Jahre hätte anbieten können, hat sich das Unternehmen einen Partner gesucht. „Die Kraftwerksschule ist für uns der perfekte Partner. Gemeinsam haben wir mit wirklich hohem Arbeits- und Zeitaufwand dieses Umschulungskonzept entwickelt“, sagt psm-Geschäftsführer Ian Paul Grimble. Auch die EnergieAgentur.NRW hat die Projektidee unterstützt und gefördert. Kostenträger der Maßnahme ist das Jobcenter.

Eigene Windkraftanlagen-Trainingsanlage
Um eine möglichst praxisnahe Umschulung zu gewährleisten, errichtet psm im Auftrag der Kraftwerksschule eine eigene Trainingsanlage auf dem Gelände des Bildungsträgers in Essen. Die Anlage wird aus einem 15 m hohen Turm bestehen, der die komplette und voll funktionsfähige Gondel einer Südwind MD 1,5 MW inklusive Flügelansätzen trägt. Teilumrichter, Trafohaus und ein Netzanschluss komplettieren die Trainingsanlage und ermöglichen Sicherheitstrainings unter Realbedingungen. Die Trainingsanlage wird voraussichtlich im August 2018 einsatzbereit sein, erfüllt die Anforderungen der Global Wind Organisation (GWO) und ist einmalig in Nordrhein-Westfalen.

© IWR, 2018


17.05.2018

 




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