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Erneuerbare decken 38 Prozent des Stromverbrauchs

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Berlin - Die erneuerbaren Energien legen in Deutschland in den ersten drei Monaten des Jahres 2018 kräftig. Das gilt aber nicht für alle regenerativen Energieträger.

Gemessen am Brutto-Stromverbrauch haben die erneuerbaren Energien in den ersten drei Quartalen 2018 zusammen 38 Prozent des Bedarfs gedeckt. Zu diesem Ergebnis kommen das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) und der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) in einer ersten Auswertung.

Erneuerbare legen 3 Prozent zu - weniger Braunkohle und Erdgas
In den ersten drei Quartalen 2018 wurden nach den vorläufigen Zahlen insgesamt fast 170 Milliarden Kilowattstunden (Mrd. kWh) Strom aus Sonne, Wind und anderen regenerativen Quellen erzeugt (Q1-3 2017: 155,5 Mrd. kWh). Damit lagen die Erneuerbaren nahezu gleichauf mit der Stromerzeugung aus Braun- und Steinkohle, die bei rund 172 Mrd. kWh lag und damit gegenüber dem Vorjahreszeitraum um fast 7 Prozent zurückging (Q1-3 2017: 184,0 Mrd. kWh). Auch Erdgas verzeichnete einen Rückgang von fast 8 Prozent auf rund 59 Mrd. kWh (Q1-3 2017: 63,6 Mrd. kWh).

Viel Wind und Sonne im Jahr 2018 - weniger Wasserkraft wegen der Sommer-Dürre
Die Windenergie erreichte mit Stand 30.09.2018 bereits 76 Mrd. kWh. Davon entfallen auf die Windenergie an Land im Betrachtungszeitraum fast 63 Mrd. kWh, was einem Zuwachs von über 13 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht (Q1-3 2017: 55,4 Mrd. kWh). Die Offshore Windenergie erreicht rd. 13 Mrd. kWh (Q1-3 2017: 11,7 Mrd. kWh). Den größten prozentualen Zuwachs verzeichnete die Photovoltaik mit fast 16 Prozent auf über 41 Mrd. kWh (Q1-3 2017: 35,6 Mrd. kWh). Auf Platz 3 und 4 folgten Biomasse mit rund 34 Mrd. kWh (Q1-3 2017: 33,4 Mrd. kWh) und die Wasserkraft, bei der aufgrund der langanhaltenden Dürreperiode ein Rückgang um fast 10 Prozent auf rund 13 Mrd. kWh verzeichnet werden musste (Q1-3 2017: 14,9 Mrd. kWh).

BDEW: Erneuerbare Energien sind auf der Überholspur
„Die Erneuerbaren sind ganz klar auf der Überholspur, während der Beitrag der konventionellen Energieträger zur Deckung des Bruttostromverbrauchs kontinuierlich zurückgeht. Allerdings liegt noch ein ganzes Stück Arbeit vor uns, um das Ziel von 65 Prozent Erneuerbaren-Anteil bis 2030 zu erreichen so Stefan Kapferer, Vorsitzender der BDEW-Hauptgeschäftsführung. Es müsse aber sichergestellt werden, dass beim weiteren Ausbau kein Fadenriss ensteht. „Die Zunahme der regenerativen Stromerzeugung bietet grundsätzlich Anlass zur Freude“, konstatiert auch Prof. Dr. Frithjof Staiß, geschäftsführendes Vorstandsmitglied des ZSW. „Sorgen bereiten allerdings die Sektoren Wärme und Verkehr. Hier müssen wir endlich zu spürbaren Fortschritten kommen.rgestellt werden, dass es beim weiteren Ausbau keinen Fadenriss gibt, so Kapferer weiter.

© IWR, 2018


02.11.2018

 




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