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VW investiert 44 Milliarden Euro in die E-Mobilität

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Wolfsburg - Der Volkswagen Konzern investiert kräftig in seine Zukunft. In den nächsten fünf Jahren fließen Milliarden in die Zukunftsthemen Elektromobilität, autonomes Fahren, neue Mobilitätsdienste und Digitalisierung. Die Anleger schicken die VW-Aktie allerdings auf Talfahrt.

VW nimmt den Umbau des Autokonzerns in Angriff und erhöht gleichzeitig das Investitionstempo. Die Herausforderungen sind hoch, denn es gilt den technischen Umbau und die Finanzierung der Zukunftsthemen bei gleichzeitiger Ergebnisverbesserung umzusetzen. Anleger sind skeptisch, die VW-Aktie verliert auf Xetra heute (16.11.2018) rd. 3,7 Prozent auf 143,90 Euro.


VW-Aufsichtsrat stimmt Konzern-Planung zu
Für die Zukunftsthemen will VW rund ein Drittel der Gesamtausgaben im Planungszeitraum von 2019 bis 2023 ausgeben. Dieses ist das Ergebnis der nun abgeschlossenen Konzern-Planungsrunde, die der Aufsichtsrat der Volkswagen Aktiengesellschaft in seiner heutigen Sitzung erörtert und zustimmend zur Kenntnis genommen hat. „Der Volkswagen Konzern hat sich im Rahmen seiner Strategie zum Ziel gesetzt, das Innovationstempo zu erhöhen. Wir fokussieren uns mit unseren Investitionen auf die Zukunftsfelder der Mobilität und setzen unsere Strategie konsequent um“, sagte Herbert Diess, Vorstandsvorsitzender der Volkswagen Aktiengesellschaft.

Konzentration auf weitere Ergebnisverbesserung in allen Marken und Konzernbereichen
Um die enormen Herausforderungen der Zukunft aus eigener Kraft finanzieren zu können, arbeitet der Volkswagen Konzern konsequent an der Ergebnisverbesserung in allen Marken und Gesellschaften. Dafür wurden bereits Programme aufgesetzt, die die vereinbarten Ziele absichern. Frank Witter, Konzernvorstand für Finanzen und IT, sagte: „Wir stehen mit Fokus und Disziplin zu unseren Investitions- und Kostenzielen und werden den eingeschlagenen Weg konsequent weiter gehen.“ Sowohl die Sachinvestitions- als auch die Forschungs- und Entwicklungskostenquote im Konzernbereich Automobile sollen ab 2020 weiterhin auf das wettbewerbsfähige Niveau von jeweils sechs Prozent sinken. Das Ziel eines Netto Cash Flows von jährlich mindestens 10 Milliarden Euro bis 2020 bleibt bestehen. In den Planjahren 2019 und 2020 werden Volkswagen Liquiditätsabflüsse aus der Dieselkrise allerdings noch belasten. Nicht im Konsolidierungskreis und damit nicht in den genannten Planungen enthalten sind die Gemeinschaftsunternehmen in China. Diese Joint-Venture-Gesellschaften finanzieren die Investitionen in Werke und Produkte aus eigenen Mitteln.

VW und Ford planen Partnerschaften im Wettbewerb
Über die Investitionsplanung hinaus hat sich der Aufsichtsrat mit einer möglichen industriellen Kooperation mit Ford befasst. Im Kern geht es bei der angestrebten Zusammenarbeit um die gemeinsame Entwicklung und Produktion mehrerer Modelle im Segment leichte Nutzfahrzeuge. Durch die Möglichkeit, Kosten zu senken oder über Skalen die Performance zu verbessern, rechnet Volkswagen mit signifikanten Synergieeffekten. Gleichwohl bleiben Ford und Volkswagen Wettbewerber, versichert VW. Die mögliche Kooperation umfasst in keiner Weise Geschäfts-, Marketing- oder Preisstrategien. Es wurden aber weitere Kooperationsfelder außerhalb des Segments leichte Nutzfahrzeuge mit Potenzial für eine erweiterte Zusammenarbeit identifiziert.


© IWR, 2018


16.11.2018

 




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