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Belgisches Offshore-Projekt erreicht Financial Close

© Siemens Gamesa© Siemens Gamesa

Ostende, Belgien / Zamudio, Spanien – In der belgischen Nordsee soll 2019 mit der Errichtung des Offshore-Windparkkomplexes Seamade begonnen werden. Mit dem Financial Close für das Kombiprojekt ist jetzt ein wichtiges Etappenziel erreicht.

Nach der Errichtung wird das Offshore-Projekt Seamade das bislang größte realisierte Windenergievorhaben in Belgien sein. Für die Lieferung der Anlagen hat Siemens Gamesa den Zuschlag erhalten.

Europäischer Fonds für strategische Investitionen stellt 250 Mio. Euro bereit
In der belgischen Nordsee soll im nächsten Jahr mit dem Bau des Offshore-Windparks Seamade begonnen werden. Verantwortlich für das Projekt ist Seamade NV, ein Joint Venture zwischen den Projektentwicklern Otary (70 Prozent) und Enceco Wind Belgium (12,5 Prozent) sowie dem belgischen Stromversorger Engie Electrabel (17,5 Prozent).

Planmäßig wurde jetzt das Financial Close erreicht. Das Projekt mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von 1,3 Mrd. Euro wird durch ein internationales Finanzkonsortium finanziert, dem die Europäische Investitionsbank, die dänischen Exportkreditagentur EKF und 15 Geschäftsbanken (u.a. Santander, die Bank of China, BNP Paribas, Commerzbank, Rabobank, KfW IPEX und Triodos) angehören. Die Europäische Investitionsbank hat für die Finanzierung über den Europäischen Fonds für strategische Investitionen (EFSI oder Junker-Plan) die Zusage zur Bereitstellung von 250 Millionen Euro gegeben.

Siemens Gamesa liefert Anlagentechnik für 487 MW-Gesamtprojekt
Seamade besteht aus den benachbarten Offshore-Teilprojekten Mermaid und Seastar, die zeitgleich gemeinsam von Otary entwickelt und realisiert werden sollen. Zusammen werden die beiden Teilprojekte nach Fertigstellung eine Gesamtleistung von 487 Megawatt (MW) aufweisen. Als Lieferant der Windenergieanlagen hat Siemens Gamesa den Zuschlag erhalten. Siemens Gamesa wird insgesamt 58 Windenergieanlagen vom Typ SG 8.0-167 DD liefern. Der Auftrag umfasst neben der Anlagenlieferung und Inbetriebnahme auch einen 17-jähirgen Servicevertrag. Die Bauarbeiten für beide Projekte sollen 2019 beginnen und 2020 abgeschlossen sein.

Im Teilprojekt Seastar, das eine Leistung von 252 MW aufweisen wird und in einer Küstenentfernung von etwa 40 km liegt, werden insgesamt 30 SG 8.0-167-Windenergieanlagen auf Monopiles in einer Wassertiefe von bis zu 38 m auf Monopiles errichtet. Im Teilprojekt Mermaid mit 235 MW sollen in einer Küstenentfernung von ca. 54 km 28 Windenergieanlagen desselben Typs in Wassertiefen von bis zu 40 m errichtet werden. Auch hier kommen für die Gründung Monopiles zum Einsatz.

Er freue sich sehr, dass die im März 2018 angekündigte Vereinbarung über die Auswahl als bevorzugter Lieferant nun zu einer vollständig bestätigten Bestellung bei Seamade NV geworden sei, kommentiert Andreas Nauen, CEO der Offshore-Geschäftseinheit von Siemens Gamesa Renewable Energy, den Großauftrag.


© IWR, 2018


04.12.2018

 




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