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Letzte Turbine im weltgrößten Offshore-Windpark steht

© Ørsted© Ørsted

Fredericia, Dänemark - Der bislang weltweit größte Offshore-Windpark Hornesea One befindet sich kurz vor der Ziellinie. Die letzte von insgesamt 174 Turbinen wurde jetzt installiert. Damit kann die Inbetriebnahmephase starten.

Nach rd. 20 Monaten Bauzeit befindet sich der britische Offshore-Windpark Hornsea One mit einer Rekordleistung von 1.218 MW kurz vor der Fertigstellung. Mit der Installation der letzten Offshore Windturbine steht nun die Inbetriebnahmephase an, bevor der Windpark dann 2020 offiziell eingeweiht werden kann. Aus Sicht des dänischen Betreibers Ørsted konnten mit der Errichtung des Windparks neue Maßstäbe definiert werden.

Offshore Windpark Hornsea One: Letzte von 174 Anlagen nach 20 Monaten installiert
Der Bau von Hornsea One, dem weltweit bislang größten Offshore-Windenergiepark, hat im Januar 2018 mit der Errichtung des ersten Monopile-Fundaments begonnen. Jetzt, rd. 20 Monate später, konnte das Installationsteam die letzte von 174 Siemens-Gamesa-Windenenergieanlagen (WEA) mit einer Nennleistung von je 7 Megawatt (MW) installierten.

Für die Errichtung der WEA am Standort wurden die Anlagenkomponenten mit zwei Spezialschiffen über eine Distanz von rd. 120 km transportiert. Dabei wurden jeweils die Hauptkomponenten (Stahlturm, Rotorblätter und Gondel) von vier Turbinen auf ein Schiff geladen. Im Durchschnitt dauerte es etwa 12 Stunden, bis eine Offshore-Windenergieanlage vollständig installiert ist.

„Der Meilenstein, dass diese letzte Turbine nur neun Monate nach der Errichtung der ersten Turbine installiert wurde, ist nur ein kleiner Teil dieses rekordverdächtigen Projekts. Hornsea One hat den Weg für die nächste Generation von Offshore-Windparks geebnet“, so der für Hornsea One zuständige Ørsted Direktor Duncan Clark. Durch eine wirklich außergewöhnliche Anstrengung aller Beteiligten sei es gelungen, im Zuge einer beeindruckenden Leistung auch eine neue Norm zu schaffen, so Clark weiter.

Bau- und Installationsteams während der Arbeiten fest auf See
Aufgrund der Entfernung von etwa 120 km vom Ufer war das Offshore-Bauteam fest auf See in der Nähe des Windparkstandortes an Bord der GMS Endeavour untergebracht, einem Spezialschiff, das über Angebote wie ein Fitnessstudio, einen Wäscheservice und Hochgeschwindigkeits-Internet verfügt. Die Mitarbeiter waren dabei jeweils zwei Wochen lang im Einsatz.

Die im globalen Aktienindex RENIXX World gelistete Ørsted ist Weltmarktführer im Bereich Offshore Windenergie. Ørsted habe bei dem Hornsea One von fantastischen Arbeitsbeziehungen zu Auftragnehmern und Lieferanten profitiert, darunter auch zu Schifffahrtsunternehmen, die einen ständigen Kommunikationsfluss aufrecht erhalten haben, um sicherzustellen, dass die Turbineninstallation pünktlich und innerhalb des Budgets abgeschlossen wurde, ergänzt Clark. Insgesamt seien über 8.000 Beschäftigte bei Auftragnehmern, Lieferanten und Ørsted selbst in die Errichtung des Mega-Windparks involviert.

Über den Offshore-Windpark Hornsea One
Der britische Offshore Windpark Hornsea One wird nach Fertigstellung 2020 mit einer Leistung von 1.218 MW der dann leistungsstärkste Offshore Windpark der Welt sein. Der Standort liegt rd. 120 km vor der Küste von Yorkshire in der Nordsee. Die Anlagen wurden auf einer Fläche von 407 km2 errichtet. Nach der Fertigstellung und vollständigen Inbetriebnahme soll Hornsea One jährlich so viel Windstrom erzeugen, dass rein rechnerisch weit über eine Million Haushalte in Großbritannien versorgt werden können.

© IWR, 2019


04.10.2019

 



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