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Mercedes-Benz beteiligt sich mit 33 Prozent an Batteriekonsortium ACC

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Stuttgart - Im Zuge der strategischen Ausrichtung auf die Elektromobilität beteiligt sich Mercedes-Benz am europäischen Batteriezellenkonsortium Automotive Cells Company (ACC). Ziel ist es, die Entwicklung und Produktion von Hochleistungsbatteriezellen und -modulen der nächsten Generation voranzutreiben.

Die Daimler-Marke Mercedes Benz hat im Juli 2021 angekündigt, bis zum Ende des Jahrzehnts überall dort, wo es die Marktbedingungen zulassen, vollelektrisch zu werden. Dafür benötigt das Unternehmen bis dahin Kapazitäten von insgesamt mehr als 200 Gigawattstunden und plant, gemeinsam mit Partnern weltweit acht Zellfabriken zu errichten, davon vier alleine in Europa. Mit dem Einstieg bei ACC ist ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg erreicht.

Mercedes-Benz bringt sich mit Technologie und Produktions-Know-how bei ACC ein
ACC wurde 2020 gegründet. Ziel ist es, europäischer Marktführer für Batteriezellen und -module zu werden. Neuer Partner der Batteriezellen-Allianz ACC von Stellantis und Totalenergies wird mit einem Anteil von 33 Prozent Mercedes-Benz.

Mercedes Benz wird im kommenden Jahr einen mittleren dreistelligen Millionen-Euro-Betrag investieren. In Summe bleiben die Investitionen der Daimler Marke unter einer Milliarde Euro. Die Transaktion unterliegt den üblichen Vollzugsbedingungen, einschließlich der Vereinbarung über die endgültige Dokumentation sowie die behördlichen Genehmigungen. Als gleichberechtigter Anteilseigner neben den beiden französischen Großkonzernen erhält Mercedes-Benz zwei von insgesamt sechs Sitzen im Aufsichtsrat von ACC.

“Wir werden unsere EQ-Modelle weiterhin nur mit den fortschrittlichsten und nachhaltigsten Batteriezellen ausstatten. Dafür bringen wir uns mit Technologie und Produktions-Know-how bei ACC ein. Mercedes-Benz wird die High-End-Zellentwicklung ab 2023 mit seinem neu geplanten Pilotwerk ‚Mercedes-Benz Drive-Systems Campus‘ in Stuttgart ergänzen“, so Markus Schäfer, Mitglied des Vorstands der Daimler AG und Mercedes-Benz AG. „Mercedes-Benz als neuen Anteilseigner bei uns zu begrüßen, ist ein wichtiger Meilenstein für ACC. Mercedes-Benz beweist Vertrauen in unsere Technologie-Roadmap und Produktwettbewerbsfähigkeit. Dies stärkt das Geschäftspotenzial von ACC deutlich und untermauert unsere ehrgeizigen Wachstumspläne“, ergänzt ACC CEO Yann Vincent.

Das ACC-Forschungs- und Entwicklungszentrum in Bordeaux (Frankreich) wurde bereits in Betrieb genommen. Der Pilotstandort in Nersac (Frankreich) soll Ende 2021 die Produktion aufnehmen. Die Gesamtinvestition in ACC umfasst ein Volumen von mehr als sieben Milliarden Euro, um bis Ende des Jahrzehnts Kapazitäten von mindestens 120 Gigawattstunden in Europa zu erreichen.

Industrialisierung von effizienten und nachhaltigen Zelltechnologien
Durch die Beteiligung will Mercedes-Benz die Industrialisierung von hochentwickelten und nachhaltigen Zelltechnologien in Europa vorantreiben. Im Rahmen der Partnerschaft sollen gemeinsame Zellen und Batteriemodule entwickelt werden, die den hohen Anforderungen an Energiedichte, Ladeleistung und Performance von Mercedes-Benz gerecht werden. Darüber hinaus forschen die Partner an weiteren Technologiesprüngen, zum Beispiel im Hinblick auf Hochsilizium-Anoden- und Festkörperbatterien.

Mit der Ambition 2039 verfolgt Mercedes-Benz das Ziel von CO2-Neutralität entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Die CO2-neutrale Fertigung von Batteriezellen ist dabei ein wichtiger Baustein und eine konkrete Anforderung an alle Partner. Daher wird auch ACC vorrangig Strom aus erneuerbaren Energien für die Fertigung von Hochleistungsbatterietechnologien verwenden. Weitere wichtige Nachhaltigkeitsaspekte sind der verantwortungsvolle Rohstoffbezug sowie der schonende Umgang mit Ressourcen.

Altmaier: Bislang größter Durchbruch für Batteriezellprojekt
Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier begrüßt den Einstieg von Mercedes Benz bei ACC. „Schon jetzt lässt sich absehen, dass in den nächsten Jahren mehrere zehntausend Arbeitsplätze allein in Deutschland in der Batteriezellfertigung entstehen werden. Die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Frankreich hat das Potenzial, dass hieraus ein neuer Batterie-Champion in Europa entsteht“, so Altmaier. Zusammen mit dem Projekt von Tesla sowie den weiteren 14 Projekten, die im Rahmen der europäischen Batterieprojekte gefördert werden, könne Deutschland zu einem Schwerpunkt der weltweiten Batterieproduktion werden. „Damit entsteht das bislang erfolgreichste industriepolitische Projekt seit Airbus“, so Altmaier weiter.


© IWR, 2021


24.09.2021

 



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