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US-Offshore-Windprojekt Vineyard Wind 1 erreicht weiteren Meilenstein

© GE Renewable Energy© GE Renewable Energy

Boston, USA - Für die US-Klimaziele hat der Offshore-Ausbau eine hohe Bedeutung, der Markt steckt aber noch in der Initialisierungsphase. Nach einer langen Vorbereitungs- und Genehmigungsphase hat das erste kommerzielle US-Offshore-Windprojekt mit der Vergabe der Turbinenlieferung einen weiteren wichtigen Meilenstein erreicht.

Vineyard Wind 1 ist der erste Offshore-Windpark in den USA, der vor kurzem den Financial Close erreicht hat. Damit lagen für Vineyard Wind LLC die Voraussetzungen vor, um GE Renewable Energy den endgültigen Auftrag zur Lieferung der Turbinen für den 800 Megawatt (MW) Offshore-Windpark zu erteilen. Vineyard Wind LLC hat zudem eine Partnerschaft gestartet, um den Hafen in Salem zu einem Offshore-Hafen zu entwickeln.

GE Renewable Energy erhält Turbinen-Auftrag für Offshore-Windpark Vineyard Wind
Im Dezember 2020 wurde GE Renewable Energy als bevorzugter Lieferant der Turbinen für das Offshore-Windenergieprojekt Vineyard Wind 1 ausgewählt. Jetzt hat GE von Vineyard Wind LLC, dem Joint Venture zwischen Avangrid Renewables und Copenhagen Infrastructure Partners, auch den endgültigen Auftrag für die Lieferung der Turbinen vom Typ Haliade-X für das Projekt erhalten.

"Nachdem wir im vergangenen Monat den Financial Close erreicht haben, sind wir nun an einem Punkt angelangt, an dem die Branche nicht mehr nur über Möglichkeiten spricht, sondern sie auch umsetzt", so Lars T. Pedersen, CEO von Vineyard Wind.

Der Offshore-Windpark wird 15 Meilen vor der Küste von Martha's Vineyard in Massachusetts errichtet und besteht aus 62 Offshore-Windturbinen vom Typ Haliade-X mit einer Leistung von jeweils 13 MW. Das Projekt, das 2023 in Betrieb gehen soll, soll Strom für rechnerisch mehr als 400.000 Haushalte und Unternehmen in Massachusetts liefern und die Kohlendioxidemissionen um mehr als 1,6 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren.

"Wir freuen uns, die erste Offshore-Anlage im Versorgungsmaßstab in den USA zu liefern und damit das Potenzial der Turbine zu erhöhen, mehr Strom für unseren Kunden zu erzeugen. Unsere Haliade-X-Technologie in Kombination mit unseren innovativen digitalen Fähigkeiten bedeutet, dass GE gut aufgestellt ist, um das Wachstum der Offshore-Windenergie in den USA und weltweit zu unterstützen", so John Lavelle, President & CEO, Offshore Wind, GE Renewable Energy.

Der Haliade-X-Prototyp von GE, der in den Niederlanden in Betrieb ist und Anfang 2021 die offizielle Typenzertifizierung von DNV GL erhalten hat, weist eine Leistung von 13 MW auf. Inzwischen hat GE in der niederländischen Hafenstadt Rotterdam einen weiteren Haliade-X-Prototypen mit einer Leistung von 14 MW in Betreib genommen und mit den Zertifizierungsmessungen für die Anlage begonnen.

Hafen von Salem soll zu Offshore-Hagen ausgebaut werden
Vineyard Wind hat zudem bekannt gegeben, dass das Joint Venture eine Vereinbarung mit der Stadt Salem und der Crowley Maritime Corporation geschlossen hat, um eine öffentlich-private Partnerschaft zu gründen. Ziel ist es, den Hafen von Salem zum zweiten großen Offshore-Windhafen des Bundesstaates zu entwickeln. Die Vereinbarung, die Teil des "Commonwealth Wind"-Vorschlags ist, hängt davon ab, dass das Unternehmen den Zuschlag des Staates Massachusetts erhält, der sich derzeit noch in der Prüfphase der Angebote befindet.

Das Projekt Commonwealth Wind beabsichtigt, den Hafen-Standort für die Montage und Bereitstellung von Turbinen zu nutzen, um Komponenten wie Rotorblätter, Gondeln und Turmteile zu lagern und zu montieren, während sie für die Installation auf See vorbereitet werden. Angesichts des Tiefwasserhafens von Salem Harbor und des uneingeschränkten Höhenzugangs für große Schiffe zur Installation von Windturbinen sieht Vineyard Wind Salem Harbor als eine notwendige Ergänzung zur Unterstützung der Offshore-Windindustrie im Commonwealth und in der Region an.

Sowohl Vineyard Wind als auch Crowley wollen mit der Stadt Salem zusammenarbeiten, um in der Bevölkerung Unterstützung zu erhalten. Die Parteien verpflichten sich, gemeinsam eine Vereinbarung zum Nutzen der Gemeinde auszuarbeiten, um die langfristigen Interessen der Stadt zu wahren, und gleichzeitig mit den Einwohnern und Unternehmen zusammenzuarbeiten, um industriewirtschaftliche Effekte vor Ort zu nutzen und neue Arbeitsplätze zu schaffen.


© IWR, 2021


19.10.2021

 



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