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Fraunhofer IWES berät bei Suche nach Flächen für neue Offshore Windparks in Deutschland

© Fraunhofer IWES© Fraunhofer IWES

Bremerhaven – Der Ausbau der Offshore Windenergie in Deutschland steht derzeit weitgehend still. In diesem Jahr 2021 ist noch keine einzige neue Offshore Windturbine ans Netz angeschlossen worden. Doch jetzt soll Bewegung in die weitere Entwicklung kommen, zumindest bei den Flächenplanungen.

Geht es um den Ausbau der Offshore Windenergie in der Nord- und Ostsee, dann bildet der Flächenentwicklungsplan (FEP) die Grundlage. Dieser wird laufend aktualisiert. Das Fraunhofer IWES Institut hat vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydologie den Auftrag erhalten, den Prozess zu begleiten.

Ausbauziele für die Offshore Windenergie in Deutschland bis 2030 und 2040
Die Ausbauziele für die Offshore-Windenergie in Deutschland wurden 2020 mit dem Änderungsbeschluss des Windenergie-auf-See-Gesetzes der Bundesregierung erhöht: Bis 2030 sollen 20 GW (20.000 MW) und bis 2040 40 GW zugebaut werden. Damit die Umsetzung der Ausbauziele optimal erfolgen kann, hat der Bund das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) damit beauftragt, möglichst effizient die benötigten Flächen in Nord- und Ostsee zu verplanen. Der Flächenentwicklungsplan (FEP) für Windenergieanlagen in der Nord- und Ostsee (FEP) bildet dann – gemeinsam mit dem Netzentwicklungsplan – die planerische Grundlage für die Bieterverfahren der Bundesnetzagentur.

Fraunhofer IWES berät BSH bei der Fortschreibung des Flächenentwicklungsplans
Der FEP wird laufend und umfassend aktualisiert, denn die technischen Anforderungen an Offshore-Anlagen und Netzanbindungssysteme steigen. Neben Erfordernissen der Raumordnung müssen auch einhergehende Umweltauswirkungen betrachtet werden. Dazu kommt die stetig voranschreitende technische Entwicklung der Windenergieanlagen und der Netzanbindungen. Das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES hat den Auftrag zur „Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen zur Planung von Windenergieanlagen auf See und Netzanbindungssystemen“ erhalten und berät das BSH seit Mitte September2021 zu wissenschaftlichen und technischen Fragestellungen rund um die Fortschreibung des FEP.

IWES mit ganzheitlichem Ansatz für Nutzung der Offshore Windenergie
Eine hohe Planungssicherheit erfordert eine detaillierte Kenntnis der technischen und wirtschaftlichen Entwicklungen im Bereich der Offshore-Windenergie, die das IWES mitbringt. „Wir freuen uns über den Auftrag des BSH. Mit unserer breit gefächerten wissenschaftlichen Kompetenz können wir das BSH bei der Fortschreibung des Flächenentwicklungsplans optimal unterstützen. Insbesondere die detaillierten Simulationen des zukünftigen Windangebots in der Deutschen Bucht, bei denen Abschattungseffekte von Parks untereinander berücksichtigt werden, erlauben eine wesentlich genauere Planung als bisher“, erläutert Dr. Martin Dörenkämper, Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Fraunhofer IWES.

Insgesamt sind sieben Forschungsabteilungen beim IWES in das Projekt involviert. „Wir betrachten das gesamte System unter verschiedenen techno-ökonomischen Szenarien. Somit können wir ein umfassendes Beratungsangebot aus einer Hand sicherstellen“, ergänzt Tobias Meyer. Das Projekt läuft noch bis Ende 2022 und beinhaltet auch Workshops zur Diskussion der Ergebnisse.

© IWR, 2021


10.11.2021

 



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