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Siemens Gamesa erhält OK für dänische Offshore-Windparks

© Siemens Gamesa© Siemens Gamesa

Zamudio, Spanien - Nach zwischenzeitlichen Verzögerungen im Projektfortschritt, hat der Energiekonzern Vattenfall grünes Licht für den Bau der Offshore-Windparks Vesterhav Nord und Vesterhav Syd in der dänischen Nordsee gegeben. Zum Einsatz kommen Siemens-Gamesa Turbinen.

Im Zuge der Transformation zu einem klimaneutralen Energieversoger mit Netto-Null-Emissionen setzt Vattenfall auch auf den Ausbau der Offshore-Windenergie. Nach dem Go von Vattenfall für die Offshore-Windparks Vesterhav Nord (176 MW) und Vesterhav Syd (168 MW) vor der dänischen Westküste kann Siemens Gamesa als Auftragnehmer den Bau nun weiter vorantreiben. Die Anlagen sollen im Jahr 2023 installiert und in Betrieb genommen werden.

Vesterhav Nord und Vesterhav Syd sollen nach Verzögerung 2023 in Betrieb gehen
Der Windturbinen-Hersteller Siemens Gamesa hat von Vattenfall grünes Licht für den Offshore-Windpark-Komplex Vesterhav mit einer Gesamtleistung von 344 Megawatt (MW) vor der dänischen Westküste erhalten.

Geplant ist in dem 176-MW-Teilprojekt Vesterhav Nord die Errichtung von 21 Offshore-Turbinen vom Typ SG 8.0-167 DD mit einer Leistung von 8,4 MW und im 168-MW-Projekt Vesterhav Syd von 20 Offshore-Windturbinen desselben Typs. Der Standort von Vesterhav Nord wird maximal 8,5 km vor der Küste liegen und eine Fläche von rund 40 km2 aufweisen. Vesterhav Syd wird sich etwa 10 km vor der Küste befinden und auf einer Fläche von etwa 37 km2 realisiert. Die Installation der Turbinen in beiden Projekten soll 2023 beginnen und im selben Jahr auch abgeschlossen werden. Neben der Anlagenlieferung umfasst die Vereinbarung zwischen Siemens Gamesa und Vattenfall auch einen dreijährigen Servicevertrag. Zusammen sollen die Windparks rein rechnerisch rund 350.000 dänische Durchschnittshaushalte mit Offshore-Windstrom versorgen.

Die Vesterhav-Projekte wurden von Siemens Gamesa bereits im Jahr 2018 als Festaufträge angekündigt. Vattenfall hat die Projekte 2019 allerdings aufgrund eines Einspruchsverfahrens bei der dänischen Beschwerdekammer für Energiefragen bis zum Abschluss des Verfahrens in die Warteschleife versetzt und den Installationsbeginn verschoben.

Vattenfall und Siemens Gamesa Partner bei weiteren Offshore-Großprojekten
Siemens Gamesa und Vattenfall können auf eine langjährige Zusammenarbeit zurückblicken, mit mehreren Gigawatt Kapazität in ihrer gemeinsamen Offshore-Wind-Pipeline. Derzeit liefert der Siemens Gamesa 40 Offshore-Windturbinen des Typs SG 11.0-200 DD für Vattenfalls 1.500 MW (1,5-GW) Projekt Hollandse Kust Zuid in den Niederlanden, das der schwedische Energiekonzern im Rahmen der Ausschreibungen jeweils mit Null-Cent-Geboten gewinnen konnte. Siemens Gamesa wurde außerdem zum bevorzugten Lieferanten für Vattenfalls Norfolk-Projekte in Großbritannien mit einer Gesamtleistung von 3.600 MW (3,6 GW) ernannt, bei denen voraussichtlich die neue Offshore-Windturbine SG 14-236 DD zum Einsatz kommen wird. Die bisherige Zusammenarbeit zwischen Siemens Gamesa und Vattenfall im Bereich der Offshore-Windkraftwerke umfasst in Betrieb befindliche Parks wie das dänische Offshore-Projekt Kriegers Flak mit 600 MW, DanTysk mit 288 MW, Sandbank mit ebenfalls 288 MW und Lillgrund mit 110 MW.

Siemens Gamesa Aktie im Minus
Der Kurs der Aktie von Siemens Gamesa hat an den ersten beiden Tagen der Handelswoche leicht um 1 Prozent auf 21,41 Euro hinzugewonnen (Schlusskurs 14.12.2021, Börse Stuttgart). Im heutigen Handel dreht die Aktie des RENIXX Konzerns ins Minus und steht mit -1,92 Prozent bei einem Kurs von 21,00 Euro (15.12.2021, 09:57 Uhr, Börse Stuttgart). Auf Jahressicht ergibt sich damit aktuell ein Minus von 36 Prozent.


© IWR, 2021


15.12.2021

 



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