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Nordex erhält weiteren Großauftrag für Windpark in Finnland

© Nordex© Nordex

Hamburg - Der Ausbau der Windenergienutzung in Finnland entwickelt sich mit einer zunehmenden Dynamik. Von dieser Entwicklung profitiert auch Nordex. Nach einem Großauftrag im März punktet die Nordex Group nun ein weiteres Mal. Die Aktie gibt dennoch nach.

Nordex befindet sich im finnischen Markt weiterhin auf einem Wachstumskurs. Der Windturbinen-Hersteller hat einen weiteren Großauftrag erhalten. In dem Projekt mit einer Gesamtleistung von rund 148 Megawatt (MW) soll der bislang höchste Hybridturm von Nordex zum Einsatz kommen.

Erstmals eigenentwickelter 168 m Hybridturm in 147,5 MW Windpark vorgesehen
Ein Konsortium bestehend aus dem finnischen Energieversorger Helen Oy und dem Ålandsbanken Wind Power Fund hat Nordex mit der Lieferung und Errichtung von 25 Nordex-Anlagen des Typs N163/5.X für den 147,5-MW-Windpark “Karahka” beauftragt. Der Auftrag beinhaltet auch einen Premium-Service der Turbinen über eine Laufzeit von 35 Jahren.

Der Windpark “Karahka” wurde von VSB Uusiutuva Energia Suomi Oy, der finnischen Tochtergesellschaft des internationalen Projektentwicklers und Betriebsführer für Windenergie und PV-Anlagen VSB Group mit Hauptsitz in Dresden, entwickelt. Das Projekt hat im Januar 2022 die Baugenehmigung erhalten. Zwischenzeitlich hat VSB den Windpark an das Konsortium verkauft. VSB übernimmt weiterhin die Infrastrukturarbeiten, die 2023 starten sollen. Die Lieferung und der Errichtungsbeginn der Windenergieanlagen durch Nordex sind für das Frühjahr 2024 vorgesehen.

Der Standort des Windparks “Karahka” befindet sich nördlich der Stadt Oulainen in der Region Nordösterbotten ca. 40 Kilometer östlich des Bottnischen Meerbusens. Aufgrund der rauen Witterungsbedingungen in den Wintermonaten stattet Nordex die Turbinen mit einem Anti-Icing-System zur Vermeidung von Eisbildung an den Rotorblättern aus und liefert die Anlagen als Kaltklimavariante.

Im Windpark kommt zudem erstmals ein von Nordex selbst entwickelter Hybridturm mit einer Nabenhöhe von 168 Metern zum Einsatz. Die Betonturmelemente für die Anlagen im Windpark werden laut Nordex in Finnland produziert.

“Karahka“-Auftrag knüpft an Großauftrag für „Kalistanneva“ und „Matkussaari“ an
Nordex hat im März bereits einen Großauftrag für die finnischen Windparks „Kalistanneva“ und „Matkussaari“ gemeldet. Für das Projekt „Kalistanneva“ sind 30 Anlagen des Typs N163/5.X der Delta4000-Serie vorgesehen. Der Windpark ist von dem unabhängigen französischen Betreiber von regenerativen Energieanlagen Valorem ebenfalls an das aus Helen Oy und dem Ålandsbanken Wind Power Fund bestehende Konsortium verkauft worden. Für den Windpark „Matkussaari“ liefert die Nordex Group weitere 27 Anlagen des gleichen Turbinentyps. Hier stellt AIP Management eine flexible, langfristige Finanzierung in Partnerschaft mit Valorem bereit. Valorem hat den Windpark entwickelt, wird ihn bauen und betreiben. Beide Windparks entstehen in der Landschaft Österbotten, die Region liegt im Westen Finnlands am Bottnischen Meerbusen.

Über die Windenergie-Nutzung in Finnland
Im Jahr 2021 wurde in Finnland eine Rekordzahl an Windkraftanlagen neu gebaut. Insgesamt 141 neue Windparks mit einer Windkraftleistung von 671 MW sind im vergangenen Jahr neu errichtet worden. Damit klettert die Windenergie-Gesamtleistung in Finnland nach Angaben des finnischen Windenergieverbandes Finnish Wind Power Association auf 3.257 MW an. Die Stromproduktion aus Wind erreichte rd. 8 Mrd. kWh oder 11,7 Prozent am finnischen Stromverbrauch.

„Im Jahr 2021 wurden weniger Windparks fertiggestellt als erwartet, da einige Projekte verzögert wurden und diese erst 2022 offiziell in Betrieb genommen werden. Gründe für die Verzögerungen waren unter anderem die Herausforderungen im Zusammenhang mit Corona, die sich auf die Verfügbarkeit von Arbeitskräften und Nachschub auswirkten. Dabei war 2021 ein Rekordjahr für den Bau neuer Windparks. Das bisherige Rekordjahr war 2017“, sagt Anni Mikkonen, CEO der Finnish Wind Power Association.

Nordex Aktienkurs gibt nach
Die Nordex-Aktie kann bislang nicht von dem Großauftrag profitieren. Im heutigen Handel verliert die Aktie des RENIXX Konzerns bislang 5,53 Prozent auf einen Kurs von 7,864 Euro (26.07.2022, 12:45 Uhr, Börse Stuttgart).


© IWR, 2022


26.07.2022

 



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