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AKW-Sicherheit 2021: Schweizer Ensi meldet 25 Vorkommnisse in Atomkraftwerken

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Brugg - Die Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat Ensi kommt in einer ersten Bilanz zu dem Schluss, dass die gesetzlichen Sicherheitsvorgaben beim Betrieb der Schweizer Kernkraftwerke eingehalten wurden. Die Anlagen befinden sich danach in einem sicherheitstechnisch guten Zustand.

Auch während der Stilllegung des Atomkraftwerks Mühleberg wurden die Anforderungen an die nukleare Sicherheit erfüllt. Unter Einhaltung der entsprechenden Covid-19-Schutzmassnahmen führte das Ensi auch 2021 angemeldete und unangemeldete Inspektionen sowie die nötigen Aufsichtsgespräche durch.

Insgesamt wurden 25 meldepflichtige Vorkommnisse im Zusammenhang mit der Nutzung der Atomenergie gemeldet, das ist unter dem Durchschnitt der Vorjahre, so das Ensi. Im Jahr 2021 wurde im Leistungsbetrieb der vier Schweizer Kernkraftwerke eine Reaktorschnellabschaltung verzeichnet: Am 12. November 2021 kam es im Rahmen einer Instandsetzungsmassnahme im AKW Gösgen zu einer automatischen Reaktorschnellabschaltung.

Die Revision im KKW Leibstadt dauerte aufgrund von Nachrüstungsprojekten länger als üblich. Nach der rund sechsmonatigen Revision erteilte das Ensi dem AKW Leibstadt am 1. Dezember 2021 die Freigabe für das Wiederanfahren, mit der das Atomkraftwerk den Leistungsbetrieb wieder aufnehmen konnte.

Das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation (UVEK) hat zudem den Forschungsreaktor der Universität Basel Ende 2021 aus der Kernenergiegesetzgebung entlassen. In seiner Verfügung vom 23. November 2021 hält das UVEK fest, dass der ehemalige Reaktor keine radiologische Gefahrenquelle mehr darstellt und es sich nicht mehr um eine Kernanlage im Sinne des Kernenergiegesetzes handelt.

© IWR, 2022

18.01.2022