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Biogas-Anlagen: N-ERGIE testet Blühwiesen für Energiegewinnung und mehr Biodiversität

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Nürnberg - Die N-ERGIE Aktiengesellschaft startet gemeinsam mit der Mittelfränkischen Gesellschaft zur Förderung erneuerbarer Energien und nachwachsender Rohstoffe e.V. (MER) und den Lehranstalten in Triesdorf ein dreijähriges Projekt.

Ziel ist die Erprobung des Anbaus und die energetische Verwertung von insektenfreundlichen Pflanzenmischungen für eine Steigerung der Biodiversität beim Betrieb von Biogas-Anlagen. Die Projektpartner haben Anfang Mai 2020 den Kooperationsvertrag unterzeichnet. Ebenfalls Anfang Mai begannen die ersten beteiligten Landwirte auf einer Fläche von insgesamt 20 Hektar mit der Aussaat der Blühpflanzen. Aus der Samenmischung entsteht eine Blühwiese, die mehrere Jahre lang Bestand hat. Mit ihrem üppigen Blütenangebot liefert sie besonders viel Nektar und Pollen für Insekten. Im Anschluss an die Ernte liefert die Nachblüte Nahrung für die Winterbiene.

Die N-ERGIE unterstützt im Rahmen des Projektes die neun beteiligten Landwirte, da der Energieertrag der Blühpflanzen deutlich niedriger ist als bei Mais und Landwirte ohne Unterstützung durch die N-ERGIE spürbare Ertragseinbußen hätten.

Die MER und das Triesdorfer Fachzentrum begleiten das Projekt wissenschaftlich und beraten die Landwirte von der Aussaat über die Ernte bis zur energetischen Verwertung. Untersucht werden zwei Aspekte: einerseits, wie sich die Blühpflanzen unter verschiedenen regionalen Bedingungen idealerweise für die Biogas-Anlagen einsetzen lassen, andererseits welchen Effekt sie auf die Population von Insekten, Vögeln und Kleintieren sowie die Boden- und Grundwasserqualität haben.

Die N-ERGIE engagiert sich für eine regionale Energiewende. Sie sieht die erneuerbaren Energien als wesentlichen Baustein und investiert hohe Beträge in deren Ausbau – vorrangig in ihrem Netzgebiet. Besonderen Wert legt die N-ERGIE dabei nach eigenen Angaben auf den Naturschutz. Deshalb bewirtschaftet sie etwa die Flächen ihrer Photovoltaik-Kraftwerke extensiv und ökologisch. So dienen sie nicht nur dem Klimaschutz, sondern leisten darüber hinaus einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt.

© IWR, 2020

11.05.2020