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BNetzA-Ausschreibung: RWE bekommt Zuschlag für Solarpark im Hambacher Tagebau

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Köln, Essen - Der Essener Energiekonzern RWE hat von der Bundesnetzagentur (BNetzA) im Rahmen der Innovationsausschreibung zum Gebotstermin 01. April 2022 den Zuschlag für ein Solarprojekt im Braunkohlentagebau Hambach erhalten.

Geplant ist im künftigen Uferbereich des geplanten Hambacher Tagebausees die Errichtung eines Solarparks inkl. Batteriespeicher. Bis der See seinen finalen Füllstand erreicht hat, bleiben nach Angaben von RWE noch etliche Jahre Zeit, um das Gelände zuvor temporär für einen großen Solarpark zu nutzen.

Der Solarpark wird mit einer Leistung von 12,2 Megawatt peak (MWp) geplant. Der angeschlossene Batteriespeicher wird auf eine zweistündige Stromaufnahme bzw. -abgabe von 4,1 MW Leistung ausgelegt. Die Anlage am künftigen See ist unter dem Namen „PV Hambach I” die vierte ihrer Art im Rheinischen Braunkohlenrevier.

RWE will jetzt Angebote für die Komponenten der geplanten Anlage einholen und die Baugenehmigung beantragen. Idealerweise könnte die Anlage ab September 2023 Strom erzeugen und speichern.

„NRW ist ein Schwerpunkt unserer Innovations- und Wachstumsstrategie mit Bruttoinvestitionen von rund 4 Milliarden Euro. Bis 2030 wollen wir dort Erneuerbare-Energien-Projekte mit einer Leistung von 1.000 Megawatt errichten, davon mindestens 500 Megawatt im Rheinischen Revier“, so Katja Wünschel, CEO Wind Onshore und Solar Europa & Australien der RWE Renewables:

Im Rheinischen Revier betreibt RWE bereits Windparks in Bedburg, Bergheim, Eschweiler, Grevenbroich, Jüchen und Titz. Sie liegen alle auf ehemaligem Bergbaugelände. Die meisten sind Kooperationsprojekte mit regionalen Partnern. Weitere Windparks sind in Bau oder in Vorbereitung. PV-Projekte sind geplant oder im Bau in den Braunkohlentagebauen Garzweiler und Inden. In Bergheim-Paffendorf und am Kraftwerk Neurath (Grevenbroich) betreibt RWE zwei Biogasanlagen mit zusammen gut 8 MW thermischer Leistung.

© IWR, 2022

16.05.2022