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Bürgerbeteilgung statt Abstand: Projekt untersucht optimierten EE-Ausbau

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Berlin - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH), Psychologen der MSH Medical School Hamburg, Landschaftsarchitekten der Technischen Universität München (TUM) und das Fraunhofer-Institut für Graphische Datenverarbeitung IGD starten das gemeinsame Projekt „Aktive Bürgerexperten in Klimaschutz und Energiewende“ (Aktiv BüKE).

Ziel des Projektes ist es, im Planungsprozess ein aktives, informiertes und lokal verwurzeltes Gegengewicht zu den wenigen, aber lautstarken Energiewendekritikern zu bilden. Vor diesem Hintergrund wird untersucht, wie der Erneuerbaren-Ausbau durch eine verbesserte Bürgerbeteiligung beschleunigt werden kann. Bewohner einer Modellregion sollen aktiv in den Planungsprozess von Anlagen für Erneuerbare Energien, insbesondere Windkraft, eingebunden werden. Auf Workshops erfahren diese Bürgerexperten Details zu Energiewende und Planungsprozessen und erarbeiten gemeinsam ein Standortkonzept für Erneuerbare Energien in ihrer Region.

Anschließend informieren die Bürgerexperten auf öffentlichen Veranstaltungen und innerhalb ihrer eigenen Netzwerke über ihr erarbeitetes Konzept. Durch die frühe Einbeziehung der Menschen vor Ort soll in den Kommunen ein stärkeres Bewusstsein für den Planungsprozess und die Entscheidungsgrundlagen entstehen. Zudem soll die Akzeptanz für die Energiewende verbessert werden und Hürden für die nachfolgenden behördlichen Genehmigungsverfahren sollen abgebaut werden.

„Pauschale Abstandsregeln, wie im Klimapaket der Bundesregierung gefordert, schaffen keine Akzeptanz. Wichtig ist vielmehr, dass Bürgerinnen und Bürger in den Planungsprozess frühzeitig einbezogen werden“, so Constantin Zerger, Bereichsleiter Energie und Klimaschutz bei der DUH und Projektleiter von Aktiv BüKE. Für die Energiewende gebe es eine breite Unterstützung - für die allermeisten Menschen sei der Windausbau deshalb keine Frage des „Ob“, sondern des „Wie“.

© IWR, 2019

28.10.2019