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Deutliche Unterzeichnung: Erste Ausschreibung für Kapazitätsreserve abgeschlossen

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Bonn - Die erste Ausschreibungsrunde der Kapazitätsreserve der Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) war deutlich unterzeichnet. Statt der von den ÜNB ausgeschriebenen 2.000 Megawatt (MW) wurden für den Zeitraum Oktober 2020 bis September 2022 insgesamt 1.056 MW beschafft.

Die Ergebnisse aus dem Monitoringbericht zur Versorgungssicherheit des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie haben gezeigt, dass die Stromnachfrage in den kommenden Jahren jederzeit gedeckt werden kann, so die Bundesnetzagentur (BNetzA). Auf eine verordnungsrechtlich mögliche Nachbeschaffung für die restlichen 944 MW durch die Übertragungsnetzbetreiber könne daher verzichtet werden. Kraftwerksbetreiber haben gegenwärtig gute Aussichten an den Strommärkten. So sehen Kraftwerksbetreiber derzeit offensichtlich von einem Verlassen des Marktes ab, die mit der Teilnahme an der Kapazitätsreserve verbunden wäre, so die Einschätzung der BNetzA.

Die Kapazitätsreserve ist eine Ultima-Ratio-Lösung, mit der auch in nicht vorhersehbaren und außergewöhnlichen Extremsituationen die Versorgungssicherheit gewährleistet werden soll. Im Rahmen der Ausschreibung konnten sich Betreiber von Kraftwerken bewerben, die anschließend nicht mehr am Strommarkt teilnehmen dürfen, sowie flexible Verbraucher und Speicher.

© IWR, 2020

02.03.2020