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Drohnen-Windservice: Top Seven erhält Patent zur Erfassung von Windkraftanlagen-Referenzdaten

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Starnberg – Damit Drohnen autonom einen Flug zur Inspektion von Windkraftanlagen durchführen können, werden vorab bestimmte Positionsdaten von verschiedenen Bereichen einer Windenergieanlage benötigt. Einfache CAD-Daten reichen hierfür in der Regel nicht aus, so dass im Vorfeld ein spezifisches Modell der Windkraftanlage erstellt werden muss.

Durch ein von der Top Seven GmbH & Co. KG entwickeltes optisches Verfahren ist es möglich, dass die wesentlichen Merkmale einer Windenergieanlage durch einen Referenzflug innerhalb weniger Minuten erfasst werden können. Auf Basis dieser Daten kann im Anschluss mit Hilfe von künstlicher Intelligenz automatisch ein spezifisches Modell generiert werden, welches einen autonomen Abflug der Anlage ermöglicht.

Für das von der Top Seven entwickelte Verfahren zur optischen Erfassung von Referenzdaten eines Objektes hat das Unternehmen im März 2022 das deutsche Patent (DE 10 2020 210 618) erhalten. Bei dem „Verfahren und System zur Objekterfassung“ werden die exakten GPS-Koordinaten des Turmmittelpunktes, die Nabenhöhe und der Nabendurchmesser, die Ausrichtung (Heading / Azimutwinkel), der Mittelpunkt und Durchmesser der Rotorblattflansche, die Länge, Neigung und Stellung der Rotorblätter sowie die Rotoblattdicke und –breite erfasst.

Auf der Basis dieser genauen Daten kann anschließend eine detaillierte Flugroute für einen autonomen Flug erstellt werden. Dies ist Voraussetzung für einen automatisierten, drohnengestützen Abflug einer Windenergieanlage sowie eines anderen Objektes, teilte Top Seven mit.

© IWR, 2022

11.04.2022