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Energiewende: Bundesanstalt baut Teststand für stationäre elektrische Energiespeicher

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Berlin - Die Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) errichtet einen Großversuchsstand, um stationäre elektrische Energiespeicher bis 500 Kilowatt im Realmaßstab zu testen. Bislang werden die Energy Storage Systems (EES), die ein wichtiger Bestandteil der Energiewende sind, meist nur in Laboren untersucht. Die Tests sollen die Technologie noch sicherer machen und die Marktchancen deutscher Produkte verbessern.

Erfahrungen aus anderen Ländern zeigen, dass es in solchen sehr großen Speicheranlagen auch zu Bränden kommen kann, wenn tausende Lithiumbatterien verbaut sind. Hier setzt die Bundesanstalt an, denn die BAM forscht bereits jetzt in mehreren Projekten zur Sicherheit von Lithiumbatterien.

Nun soll auf dem Test- und Versuchsgelände der BAM beim brandenburgischen Horstwalde ein Großversuchsstand entstehen, um stationäre EES im Realmaßstab untersuchen zu können. Gefördert wird das Vorhaben durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ der Bundesregierung. Beteiligt sind neben der Universität Magdeburg auch die Vereinigung zur Förderung des Deutschen Brandschutzes e.V. sowie das Institut der Feuerwehr in Nordrhein-Westfalen, der größten Ausbildungseinrichtung für Feuerwehren in Deutschland.

„Ziel ist es, gefährliche Zustände frühzeitig erkennen, um die Ausbreitung eines Brandes möglichst ganz zu verhindern. Darüber hinaus möchten wir Löschverfahren analysieren, für Feuerwehren Handlungsempfehlungen entwickeln und den Unternehmen, die in Deutschland EES-Projekte realisieren oder Anlagen betreiben, Hinweise zu konstruktiven Verbesserungen im Brandschutz geben,“ so Rico Tschirschwitz, der das Projekt an der BAM verantwortet

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25.02.2021