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Energiewende: Stadtwerke München nehmen zweiten Batterie-Großspeicher in Betrieb

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München - Die Stadtwerke München (SWM) machen ihr Stromnetz fit für die Zukunft und bauen ihre intelligenten Speicherlösungen aus. Am Heizkraftwerk Freimann haben sie jetzt einen Batterie-Großspeicher in Betrieb genommen.

Der SWM Batteriespeicher Freimann wurde von Siemens entwickelt und errichtet. Er hat die Größe von vier Schiffscontainern, verfügt über eine Speicherkapazität von 10 Megawattstunden und bringt eine Primärregelleistung von 8,4 Megawatt.

Der Speicher kann variabel und effektiv eingesetzt werden. Einerseits gleicht er kurzfristige Abweichungen zwischen Stromangebot und Stromnachfrage aus und trägt damit zum stabilen Stromnetz-Betrieb bei. Des Weiteren könnte der Speicher zum „Schwarzstart“ des benachbarten Heizkraftwerks genutzt werden. Sollte es zu einem großflächigen Stromausfall kommen, könnte so die Versorgung Münchens unabhängig vom umgebenden Stromnetz wiederaufgebaut werden.

„Durch die intelligente Speichertechnik wird die lokale und überregionale Bereitstellung von Ökostrom erhöht. Deshalb bauen wir die Kapazitäten schrittweise aus“, so Helge-Uve Braun, Technischer Geschäftsführer der SWM über den neuen Speicher.

Der Batteriespeicher Freimann ist bereits der zweite Speicher der SWM. Der erste, ebenfalls von Siemens, wurde vor zwei Jahren im Rahmen des Smart-City-Projekts „Smarter Together“ in der Energiezentrale Freiham in Betrieb genommen. Er hat rund 1000 Kilowattstunden Ladekapazität (etwa ein Zehntel der neuen Anlage) und erbringt 600 Kilowatt Primärregelleistung. Die SWM planen den Einsatz weiterer Energiespeicher in ihrem Netzgebiet.

Die SWM gehen die Energiewende ganzheitlich an: Im Rahmen ihrer Ausbauoffensive Erneuerbare Energien bauen sie die regenerative Energieerzeugung im Strom- und Wärmebereich als Bausteine der Energiewende in München weiter aus. Ab 2025 wollen die SWM so viel Ökostrom in eigenen Anlagen produzieren, wie ganz München benötigt. Zudem wollen sie den Münchner Bedarf an Fernwärme CO2-neutral decken, überwiegend mittels Tiefengeothermie.

© IWR, 2021

18.05.2021