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Erweiterung: Verband schlägt Aufnahme von Flugwindkraftanlagen ins EEG vor

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Brüssel / Berlin - Der europäische Verband für Flugwindkraftanlagen Airborne Wind Europe schlägt mit Blick auf die EEG-Novellierung die Einführung einer gesonderten Vergütungsregelung für die bislang im EEG nicht berücksichtigte Höhenwindtechnologie (neben Wind Onshore und Wind Offshore) und die damit verbundene Anpassung des nachgeordneten Regelwerks vor.

Der Verband betont, dass die Flug- bzw. Höhenwindenergie-Technologie (Airborne Wind Energy - AWE) eine vielversprechende Ergänzung für die Energie der Zukunft darstellt. AWE erschließe zusätzliche Windressourcen stetigerer Höhenwinde mit einem einen guten Kapazitätsfaktor (große Strommenge im Verhältnis zur installierten Leistung) und rücke die Stromproduktion in den Bereich der Grundlast. Durch günstige Stromgestehungskosten könne AWE langfristig zu niedrigen Strompreisen beitragen. Um erfolgreich in den Wettbewerb und die regulierten europäischen Strommärkte einzutreten, benötige AWE - wie andere Technologien zuvor - politische und wirtschaftliche Unterstützung. Dabei gehe es neben Markteinführungshilfen auch um den Abbau administrativer Hemmnisse, so der Verband.

Bei den Flug- bzw. Höhenwindenergie-Systemen geht es um die Umwandlung von Windenergie in Elektrizität mittels automatisierter, an einem Seil befestigter Fluggeräte. Die meisten Konzepte wandeln die Zugkraft der Fluggeräte über eine Winde und einen Generator am Boden um, während andere Konzepte Generatoren an Bord mit einem leitfähigen Seil kombinieren. Die Anlagen sind skalierbar von einigen kW bis zu mehreren MW Leistung.

Aktuell entwickeln etwa 20 Hersteller AWE-Technologien, einige Unternehmen stehen nach Angaben des Verbandes vor der Markteinführung ihrer Systeme. Weltweit sind mehr als 50 Institutionen entlang der Lieferkette aktiv, darunter in Deutschland die Hersteller SkySails Power, EnerKíte, kiteKRAFT und kiteswarms, die Universitäten TU Berlin und TU München, Hannover, Stuttgart, Oldenburg, das DLR Braunschweig und das Fraunhofer-Institut IWES, sowie Projektentwickler und Energieversorger wie EWE, EnBW, RWE und Teut Windprojekte.

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13.04.2021