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Fehlersuche: Atomkraftwerk Brunsbüttel - Brandschutzklappe versagt erneut

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Kiel - Im abgeschalteten Atomkraftwerk Brunsbüttel ist in der vergangenen Woche bei einer wiederkehrenden Prüfung festgestellt worden, dass im Unabhängigen Notstandssystem des AKW eine Brandschutzklappe versagt hat. Das teilte die schleswig-holsteinische Reaktorsicherheitsbehörde (Energiewendeministerium) am 10.09.2019 in Kiel mit. Nach Angaben der Behörde konnte die Klappe nicht über den zugehörigen Brandmelder geschlossen werden. Im Brandfalle hätte es damit zu einer Rauchfortleitung kommen können.

Unabhängig zur Ansteuerung über den Brandmelder wird der Brandabschluss der Klappe über ein sog. Schmelzlot oder einer Handbetätigung sichergestellt. Beide Auslösungen waren durch den Fehler nicht beeinträchtigt. Die Ursachenklärung im Kernkraftwerk dauert an.

In Anbetracht des wiederholten Schließversagens und weiterer Auffälligkeiten an Brandschutzklappen hat die Reaktorsicherheitsbehörde nunmehr eine eingehende Untersuchung des Ereignisses sowie eine systematische Aufarbeitung der Abweichungen an Brandschutzklappen veranlasst. Dazu hat sie unabhängige Sachverständige hinzugezogen.

Das Kernkraftwerk Brunsbüttel ist bereits seit 2007 dauerhaft abgeschaltet und befindet sich im Nachbetrieb. Die Stilllegung wird vorbereitet.

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12.09.2019