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Hohe Wachstumsdynamik: Photovoltaik-Zubau in Deutschland erreicht schon 3,6 GW nach nur vier Monaten

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Münster - In Deutschland werden deutlich mehr Photovoltaik-Anlagen errichtet als im Vorjahr. Allein in den ersten vier Monaten (Januar bis April) des Jahres 2023 sind bereits über 260.000 neue PV-Anlagen (Jan-April 2022: 101.000) mit einer Leistung von über 3.600 MW (Jan-April 2022: 2.550 MW) in Betrieb genommen worden und produzieren Strom. Das geht aus einer ersten vorläufigen Auswertung von Daten (Marktstammdatenregister) der Bundesnetzagentur (BNetzA) durch das Internationale Wirtschaftsforum Regenerative Energien (IWR) hervor.

Die installierte PV-Neubauleistung (MW) klettert damit im Zeitraum von Januar bis April 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rd. 43 Prozent. Im Monats-Durchschnitt sind im laufenden Jahr 2023 bisher neue PV-Anlagen mit einer Leistung von rd. 900 MW ans Netz gegangen. Hält dieser monatliche Trend über das Gesamtjahr an, könnte die PV-Zubauleistung in Deutschland am Ende des Jahres auf deutlich über 10.000 MW steigen. Das wäre ein neuer Allzeitrekord.

Auf Bundesland-Ebene führt nach den ersten vier Monaten 2023 Bayern mit einem Zubau von knapp über 900 MW das Ranking an, gefolgt von NRW mit über 500 MW, vor Baden-Württemberg mit knapp unter 500 MW an neuer PV-Leistung.

Mit Stand vom 03.05.2023 sind in Deutschland knapp 3 Mio. PV-Anlagen mit einer Leistung von rd. 71.000 MW in Betrieb.

Hinweis: Die PV-Zubaudaten spiegeln den Stand des Marktstammdatenregisters der BNetzA vom 03.05.2023 wider. Die Daten sind vorläufig und stellen wegen der Dynamik lediglich eine Momentaufnahme dar. Grund ist der, dass es zu zahlreichen Nach-, Ummeldungen und Korrekturen (auch rückwirkend) in den Statistiken kommt. Die Unschärfen führen jedoch nicht zu Änderungen an den Trendaussagen.

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05.05.2023