Energiefirmen.de

Branchenportal der Energiewirtschaft

PlanET 4 1280 256

Internationaler Windenergie-Markt: Vestas sichert sich Großaufträge in Polen und Indien

© Vestas© Vestas

Hamburg / Singapur - Der im regenerativen Aktienindex RENIXX World gelistete dänische Windturbinen-Hersteller Vestas hat in dieser Woche Großaufträge aus Polen und Singapur erhalten.

Der Polen-Auftrag von DIF Capital Partners umfasst die Lieferung der Windenergieanlagen für vier Projekte, die in der zweiten polnischen Auktionsrunde ab 2019 vergeben wurden und zusammen eine Gesamtleistung von 108 Megawatt (MW) aufweisen. Bei den Projekten handelt es sich um die Windparks Pruszcz (70 MW) und Markowice (26 MW) sowie Piaski (8 MW) und Wyszki (4 MW). Vestas wird für die vier Projekte 52 Windenergieanlagen vom Typ V100-2,0 MW sowie zwei V90-2,0 MW-Turbinen liefern und installieren. Die Aufträge umfassen neben der Anlagenlieferung und Errichtung langfristige Serviceverträge mit einer Laufzeit von 20 Jahren. Die Turbinenlieferung für alle vier Projekte soll noch in diesem Jahr beginnen, bis Ende 2022 soll dann die Inbetriebnahme der Anlagen abgeschlossen sein.

Vestas hat zudem einen 101-MW-Auftrag von Renew Power erhalten, einem der führenden unabhängigen Stromerzeuger für erneuerbare Energien in Indien (IPP). Der Auftrag ist eine Erweiterung des bestehenden Projekts von Renew in Kutch, Gujarat, für das Vestas bereits Turbinen mit einer Gesamtleistung von 250 MW geliefert hat. Der Vertrag umfasst die Lieferung und Überwachung von 46 V120-2,2-MW-Turbinen sowie einen 10-Jahres-Servicevertrag. Die Auslieferung der Anlagen wird voraussichtlich im letzten Quartal 2021 beginnen, die Inbetriebnahme soll zwischen Dezember 2021 und dem ersten Quartal 2022 erfolgen.

Vestas gehört in dieser Handelswoche im RENIXX zu den schwächsten Titeln. Im heutigen Handel notiert die Aktie gegen Mittag mit einem Minus von 0,5 Prozent bei 28,85 Euro (11.06.21, Börse Stuttgart). Auf Wochensicht ergibt sich so bislang ein Minus von 5 Prozent. Verglichen mit dem Kurs zum Jahreswechsel liegt die Aktie aktuell bei einem Minus von gut 27 Prozent.

© IWR, 2021

11.06.2021