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Klimaschutz vorne: Umweltschutzwirtschaft erzielt 70 Milliarden Euro Umsatz

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Wiesbaden – Im Jahr 2016 erwirtschafteten die Betriebe des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungssektors in Deutschland 70,0 Milliarden Euro Umsatz mit Waren, Bau- und Dienstleistungen für den Umweltschutz. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) weiter mitteilt, wurden die höchsten Umsätze mit 46,2 Milliarden Euro im Bereich Klimaschutz erzielt.

Die höchsten Beiträge steuern die Nutzung erneuerbarer Energien (23,2 Milliarden Euro) sowie Maßnahmen zur Verbesserung der Energieeffizienz und zur Einsparung von Energie (21,9 Milliarden Euro) bei. In den übrigen Umweltbereichen (zum Beispiel Abfall-, Abwasserwirtschaft, Luftreinhaltung, Lärmbekämpfung) wurden insgesamt 23,7 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet.

Die Umweltschutzwirtschaft in Deutschland ist überwiegend auf den Inlandsmarkt (43,6 Milliarden Euro) ausgerichtet, 26,4 Milliarden Euro (37,7 %) entfielen auf den Export von Umweltschutzgütern. Nur wenige Umweltschutzgüter wiesen höhere Umsätze mit Exporten auf. Dazu zählten beispielsweise die Herstellung von Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen, wo die Exporte 91,2 % der Umsätze ausmachten.

Im Jahr 2016 waren in Deutschland rund 251 000 Beschäftigte in der Umweltschutzwirtschaft tätig, davon arbeiteten 173 000 in Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes. Im Baugewerbe waren gut 45 000 Beschäftigte für den Umweltschutz tätig, im Dienstleistungssektor rund 32 000, in den übrigen Wirtschaftsbereichen etwa 2 000, so das Statistische Bundesamt.

© IWR, 2018

26.06.2018