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Kooperation: Fuelcell und Oando Clean Energy unterzeichnen MoU für Produktion von grünem Wasserstoff in Afrika

© Fuelcell Energy© Fuelcell Energy

Danbury, USA / Lagos, Nigeria - Das US-Brennstoffzellen- und Wasserstoffunternehmen Fuelcell Energy und Oando Clean Energy Limited (OCEL), die Tochtergesellschaft für erneuerbare Energien von Oando Energy Resources, einem Unternehmen der Oando PLC Gruppe, haben eine Absichtserklärung (MOU) unterzeichnet.

Ziel ist die gemeinsame Entwicklung eines groß angelegten Brennstoffzellen-Elektrolysesystems, das laut Fuelcell eine Leistung von 5 bis 15 MW aufweisen soll.

Neben der Brennstoffzellen- und Elektrolyseurtechnologie von Fuelcell Energy sieht die Absichtserklärung zwischen Fuelcell Energy und OCEL auch die Möglichkeit des Einsatzes von Fuelcell Energys Technologien zur Abscheidung und Sequestrierung von Kohlendioxid vor.

Im Gegensatz zu anderen Technologien zur Kohlendioxid-Abtrennung, die Strom benötigen, um Kohlendioxid abzuscheiden, können die Plattformen von Fuelcell Energy Strom erzeugen und gleichzeitig Kohlendioxid abscheiden, so das Unternehmen.

"Nigeria verfügt über eine Fülle von erneuerbaren Energiequellen, die mit der Kraft der Brennstoffzellentechnologie nutzbar gemacht werden können. Wir sind stolz auf die Möglichkeit, mit OCEL zusammenzuarbeiten, um eine stabile Stromversorgung, eine höhere Netzzuverlässigkeit und Sicherheit zu gewährleisten und gleichzeitig einen Beitrag zum nigerianischen Ziel zu leisten, bis 2060 Netto-Null-Emissionen zu erreichen", so Jason Few, CEO und Präsident von Fuelcell Energy.

"Wir freuen uns nicht nur über die Unterzeichnung dieser Absichtserklärung, sondern auch über die Fortschritte, die wir bei der Identifizierung und Umsetzung von Lösungen machen, die Nigeria und den ganzen Kontinent in eine saubere und nachhaltige Zukunft führen", ergänzt er OCEL-Vorsitzende Adewale Tinubu.

Nigeria ist bislang in hohem Maße auf Generatoren angewiesen, um die Stromerzeugung auf lokaler und kommerzieller Ebene zu unterstützen. So nutzen etwa 84 Prozent der städtischen Haushalte Notstromversorgungssysteme wie Diesel-/Benzingeneratoren und/oder Solaranlagen, während etwa 86 Prozent der Unternehmen in Nigeria einen Generator besitzen oder gemeinsam nutzen. Diese mit fossilen Brennstoffen betriebenen Generatoren verursachen Lärm und Feinstaub und tragen erheblich zu den Treibhausgasemissionen des afrikanischen Landes bei. Darüber hinaus gibt es einen erheblichen Mangel beim Zugang zur Stromversorgung: 85 Millionen Nigerianer - das sind etwa 43 Prozent der Bevölkerung des Landes - sind nicht an das nationale Stromnetz angeschlossen.

Der Masterplan der nigerianischen Bundesregierung für erneuerbare Energien zielt darauf ab, den Anteil der erneuerbaren Energien an der gesamten Stromerzeugung von 13 Prozent im Jahr 2015 auf 23 Prozent im Jahr 2025 und 30 Prozent im Jahr 2030 zu erhöhen. Darüber hinaus hat Nigeria 2021 das Klimaschutzgesetz verabschiedet, um die Treibhausgasemissionen zu senken und einen Rahmen zu schaffen, der es dem Land ermöglicht, bis 2060 netto emissionsfrei zu sein.

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17.10.2023