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Leckage: Schaden an Zwischenkühler im Kernkraftwerk Brunsbüttel

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Brunsbüttel - Im abgeschalteten Kernkraftwerk Brunsbüttel ist in der vergangenen Woche ein beschädigtes Rohr an einem Zwischenkühler festgestellt worden. Für den Zeitraum der fälligen Reparatur ist auf den redundanten intakten Kühler umgeschaltet worden, teilte das zuständige Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung des Landes Schleswig-Holstein mit.

Nach Angaben des Energieversorger Vattenfall war von den 1148 Kühlerrohren des Wärmetauschers eines defekt. Es folgen nun weitere Untersuchungen an allen Kühlrohren auf etwaige Schäden.

Vorsorglich werden weitergehende Untersuchungen vorbereitet, so Vattenfall. Das geschädigte Rohr und ggf. weitere Rohre mit signifikanter Wanddickenschwächung werden verschlossen. Bei dem zweiten Wärmetauscher war 2018 eine vergleichbare Leckage festgestellt und nach Untersuchungen 11 Kühlerrohre verschlossen worden.

Der Zwischenkühler hat im jetzigen Restbetrieb des Kernkraftwerks die Aufgabe, Wasser des sogenannten Kaltwassersystems bei Bedarf zu kühlen und die anfallende Wärme an das Elbwasser abzugeben.

Das Atomkraftwerk Brunsbüttel ist bereits seit 2007 abgeschaltet. Seit 2018 liegt die Genehmigung für den Rückbau des Atomkraftwerks vor.

© IWR, 2020

23.07.2020