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Offshore Windenergie: Tennet verdoppelt Übertragungskapazität von Netzanschlüssen

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Bayreuth - Der Übertragungsnetzbetreiber Tennet wird in der niedersächsischen Nordsee drei Offshore-Netzanbindungen mit je zwei Gigawatt leistung ausschreiben. Für die See- und Landstationen der Netzanschlusssysteme BalWin1, BalWin2 und BalWin3 startet Tennet jetzt das Ausschreibungsverfahren.

Die Verträge aller drei Projekte haben in Summe ein Auftragsvolumen in einstelliger Milliardenhöhe und sollen im dritten Quartal 2023 vergeben werden.

Wie Tennet weiter mitteilt, ist die Übertragungskapazität von zwei Gigawatt (2000 MW) pro System der neue Standard in der Offshore Windindustrie. Damit wird der bisher in Deutschland übliche 900 Megawatt-Systemstandard mehr als verdoppelt.

Für die Übertragung der gleichen Menge Energie werden künftig nur noch halb so viele Netzanbindungen benötigt, Umwelteingriffe können minimiert werden. Die technische und planerische Harmonisierung der Systeme macht es zudem möglich, weitere Netzanschlusssysteme schneller als bisher zu realisieren. Damit macht das 2GW Programm Windenergie aus der Nordsee skalierbar und die Versorgung mit grünem Strom kosteneffizienter, so Tennet.

Mit einer Gesamtkapazität von sechs Gigawatt tragen BalWin1 (Fertigstellung 2029), BalWin2 (Fertigstellung 2030) und BalWin3 (Fertigstellung 2030) 20 Prozent zum erhöhten Offshore-Ausbauziel der neuen Bundesregierung bis 2030 bei.

© IWR, 2022

23.02.2022