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Quartalsbilanz: Vestas legt beim Umsatz zu und schreibt wieder schwarze Zahlen

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Aarhus, Dänemark - Vestas hat die Geschäftszahlen für das erste Quartal 2023 vorgelegt. Gegenüber dem Vorjahresquartal sind die Umsätze deutlich gestiegen. Nach einem deutlichen Verlust im ersten Quartal 2022 sowie im Gesamtjahr 2022 verbucht Vestas in Q1 2023 wieder schwarze Zahlen.

Insgesamt hat der dänische Windturbinenriese im ersten Quartal 2023 einen Umsatz von 2,83 Mrd. Euro erzielt. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 14 Prozent (Q1 2022: 2,49 Mrd. Euro). Das EBITDA belief sich auf 262 Mio. Euro, nach einem Minus von 585 Mio. Euro im ersten Quartal des Vorjahres. Unterm Strich schreibt Vestas mit einem Nettogewinn von 16 Mio. Euro wieder schwarze Zahlen. In Q1 2022 hat Vestas noch einen Verlust von 765 Mio. Euro ausgewiesen. Insgesamt ergibt sich eine EBIT-Marge vor Sondereinflüssen von 1,4 Prozent, verglichen mit minus 13,2 Prozent im ersten Quartal 2022.

Der vierteljährliche Auftragseingang für feste und unbedingte Windturbinen belief sich auf 3.303 MW (Q1 2022: 2.948 MW). Damit ergibt sich laut Vestas ein Gesamtauftragsbestand von 20.596 MW, was gegenüber dem Vorjahr einem Rückgang von etwa 7 Prozent entspricht (31.03.2022: 22.181 MW). Der Wert des Auftragsbestands für Windturbinen liegt mit Stand 31. März 2023 bei 19,7 Milliarden Euro (31.03.2022: 18,9 Mrd. Euro). Zusätzlich zum Auftragsbestand für Windenergieanlagen verfügte Vestas zum Ende des Quartals über Servicevereinbarungen mit erwarteten zukünftigen vertraglichen Einnahmen in Höhe von 31,0 Mrd. Euro (31.03.2022: 30 Mrd. Euro). Der Wert des kombinierten Auftragsbestandes für Windenergieanlagen und Serviceverträge belief sich somit auf 50,7 Mrd. Euro, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von knapp 4 Prozent (31.04.2022: 48,9 Mrd. Euro).

Vestas hält an der Prognose für das Gesamtjahr fest und erwartet einen Umsatz von 14,0 bis 15,5 Mrd. Euro, einschließlich des Serviceumsatzes, der voraussichtlich um mindestens 5 Prozent wachsen wird. Darüber hinaus rechnet der Konzern mit einer EBIT-Marge vor Sondereffekten von (2)-3 Prozent.

„Die Windindustrie ist nach wie vor durch politische Unsicherheiten, langsame Genehmigungsverfahren und eine hohe Inflation herausgefordert, und wir gehen davon aus, dass dies auch im Jahr 2023 der Fall sein wird, aber wir sind auf dem richtigen Weg zu unserem Finanzausblick für 2023. Es liegt noch ein langer Weg bis zum Jahresende vor uns, und wir müssen uns weiterhin darauf konzentrieren, unsere Versprechen gegenüber unseren Kunden und Partnern zu erfüllen“, blickt Henrik Andersen, Vestas Präsident und CEO optimistisch auf die weitere Entwicklung.

Die Aktie von Vestas gewinnt im heutigen Handel bislang 2,5 Prozent auf einen Kurs von 26,815 Euro (12:58 Uhr, 10.05.2023, Börse Stuttgart).

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10.05.2023