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Real-Labor: Solar-Hauswand produziert Strom am HZB-Forschungsgebäude

© HZB, Berlin© HZB, Berlin

Berlin - Das Helmholtz Zentrum Berlin (HZB) hat jetzt eine Solarfassade eines Forschungsneubaus offiziell in Betrieb genommen. Das Besondere daran: Die Fassade erzeugt nicht nur bis zu 50 Kilowatt Strom (Peak-Leistung). Sie liefert gleichzeitig auch wichtige Erkenntnisse über das Verhalten der Solar-Module bei verschiedenen Witterungsbedingungen.

Die stromproduzierende Hauswand wurde am 06. September 2021 im Beisein des Staatssekretärs für Wirtschaft, Energie und Betriebe des Landes Berlin, Christian Rickerts, eingeweiht. Die Solarwand besteht aus 360 CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen (je 135 W), die an drei Fassaden (West- Süd und Nordseite) installiert sind. Zusätzlich wurden 72 Temperatur-, 10 Bestrahlungs- und 4 Windsensoren für die Forschung installiert.

Durch die solare Aktivierung der gesamten Gebäudehülle wird die Photovoltaik zum Bauelement und macht Gebäude zu Stromerzeugern. Dabei lassen sich die Solarmodule auch optisch ansprechend integrieren. Seit zwei Jahren berät die am HZB angesiedelte Beratungsstelle für bauwerkintegrierte Photovoltaik (BAIP) genau zu diesem Thema.

Nun macht das HZB selbst macht nun den Praxistest. „Erstmals wird ein komplettes Bauwerk mit einer fassadenintegrierten Photovoltaikanlage als Real-Labor betrieben. Die umfangreiche Messtechnik ermöglicht neue Erkenntnisse über das reale Verhalten von Solarmodulen in einer Fassade bei verschiedenen Jahreszeiten und Witterungsbedingungen, über einen langen Zeitraum“, sagt Dr. Björn Rau, der die Beratungsstelle BAIP am HZB leitet.

© IWR, 2021

08.09.2021