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Steigender Strombedarf erwartet: Mainova und Tennet treiben Netzausbau für Frankfurt Rhein-Main voran

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Bayreuth - Die Nachfrage nach elektrischer Energie aufgrund des Wachstums der Wirtschaftsregion Frankfurt und die zunehmende Digitalisierung steigt in den kommenden Jahren deutlich an. Neben der starken Zunahme an Rechenzentren, die in der Region eine enorme Strommenge verbrauchen, erhöht sich beispielsweise auch der Stromverbrauch durch die zunehmende Elektromobilität und des zu erwartenden Umstiegs auf Wärmepumpen.

Der Energieversorger Mainova und der Übertragungsnetzbetreiber Tennet bauen daher gemeinsam das Stromnetz für Frankfurt Rhein-Main weiter aus. Bereits bis 2027 sollen die Netzkapazitäten um mehr als 500 Megavoltampere (MVA) und damit um rund 50 Prozent wachsen. Dafür werden in den kommenden Jahren die Umspannwerke an den Haupteinspeisepunkten ausgebaut und die Stromleitungen in das Stadtgebiet Frankfurt verstärkt.

Ein wichtiger Meilenstein für die angestrebte Leistungserhöhung ist die Erneuerung des Umspannwerks (UW) Südwest in Frankfurt-Griesheim. Das Herzstück ist der neue Tennet-Transformator, der als sogenannter Direktkuppeltransformator die 380 Kilovolt (kV)-Ebene mit der 110 Kilovolt-Ebene verbindet.

Mirko Maier, Geschäftsführer der Mainova-Tochter Netzdienste Rhein-Main GmbH: „Die Nachfrage nach Netzanschlusskapazitäten ist weiter sehr hoch. Durch Transformatorentausch und Verstärkung der Netzanbindungen im Umspannwerk Südwest steigt die Leistung im Frankfurter Netz ab 2024 um 100 Megavoltampere (MVA) – das entspricht dem Bedarf einer Großstadt mit 100.000 Einwohnern – auf dann 600 MVA.

Auch im Norden von Frankfurt modernisiert Tennet in Absprache mit dem Verteilnetzbetreiber. Im Umspannwerk Frankfurt Nord wurde bereits im Januar 2022 der erste von insgesamt vier neuen Transformatoren angeliefert. Mit den Standorten in
Karben, Dörnigheim und Großkrotzenburg wird Tennet in den kommenden Jahren alle seine bestehenden Umspannwerke im Rhein-Main-Gebiet für die Energiewende fit machen und auf den neuesten Stand der Technik bringen.

© IWR, 2022

09.06.2022