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Umfrage: Baden-Württemberger befürworten nachhaltige Verkehrswende

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Stuttgart - Nach einer repräsentativen Studie im Auftrag des Verkehrsministeriums, halten immer mehr Bürger in Baden-Württemberg eine nachhaltige Verkehrswende für notwendig. Das Berliner Forsa-Institut hat nach 2015 und 2017 auch im Jahr 2019 die Bürgerinnen und Bürger des Landes zu ihren verkehrspolitischen Einstellungen befragt.

Insgesamt ist ein Bewusstseinswandel in der Bevölkerung zu erkennen, wie einzelne Fragestellungen, die bereits Gegenstand der früheren Erhebungen waren, zeigen.

Nach der aktuellen Erhebung befürworten 79 Prozent der Befragten, dass es mit Blick auf die für 2030 gesetzten Klimaziele notwendig ist, die Fahrgastzahlen im öffentlichen Verkehr im Land zu verdoppeln. Ähnlich groß ist auch der Anteil in der Bevölkerung, der die Forderung nach einem Drittel klimaneutral angetriebener Autos bis 2030 (78 Prozent) unterstützt. Eine überwiegende Mehrzahl (86 Prozent) hält es zudem für angebracht, aus Klimaschutzgründen mehr Wege zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückzulegen, und für 94 Prozent hat eine gute Verkehrspolitik zum Ziel, dass das Klima und die Umwelt geschützt werden. 84 Prozent der Befragten wünschen sich, dass die Ordnungsbehörden konsequenter gegen das Parken auf Gehwegen und an Kreuzungen vorgehen. Von 100 Bürgerinnen und Bürgern wären außerdem 79 bereit, eine neue Abgabe in Kauf zu nehmen, wenn damit das Nahverkehrs-Angebot in Städten und im Ländlichen Raum deutlich ausgebaut wird. 2017 waren es erst 66 Prozent.

„Die aktuellen Umfrageergebnisse bestätigen, dass die Bürgerinnen und Bürger bereit sind, für eine umwelt- und klimafreundliche Mobilität Veränderungen zu akzeptieren. Das ermutigt mich, weiter mit vollem Einsatz die dafür notwendige Verkehrswende zu gestalten“, so Verkehrsminister Winfried Hermann.

© IWR, 2020

04.02.2020