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Wärmewende: VKU fordert politische Rückendeckung für kommunale Unternehmen

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Berlin - Im September 2019 ist das Hamburger Wärmenetz vollständig rekommunalisiert worden. Ein Ziel des neu gegründeten städtischen Unternehmens ist es, die Wärmeversorgung in der Hansestadt klimaschonender zu gestalten.

Heute stellen der Verband kommunaler Unternehmen (VKU) und Wärme Hamburg in Berlin Projektdetails zur Umsetzung und Erkenntnisse zur weiteren politischen Ausgestaltung der Wärmewende in Deutschland vor. Dazu VKU-Hauptgeschäftsführer Ingbert Liebing: "Wärme Hamburg geht voran und zeigt die enormen Potenziale für eine klimaschonende und diversifizierte Wärmeversorgung in unseren Städten auf. Im Detail sehen wir am Beispiel Hamburgs jedoch auch, an welchen Stellschrauben politisch noch gedreht werden muss, um die Wärmewende effizient und im Sinne des kommunalen Klimaschutzes zu fördern."

Auch weitere große Städte wie Bremen, Chemnitz, Dresden, Hannover, Leipzig und München stehen vor Investitionsentscheidungen im dreistelligen Millionenbereich, so der VKU. Liebing: "In dieser Phase benötigen Unternehmen Rückendeckung und Planungssicherheit. Zu lange war die Wärmewende das wenig beachtete Stiefkind der Energiewende. Das muss sich ändern. Zwar hat das KWKG 2020 die Rahmenbedingungen für die infrastrukturintensive Wärmeversorgung bereits deutlich verbessert. Das reicht jedoch noch nicht aus".

Der VKU setzt sich daher dafür ein, das Förderprogramm "Bundesförderung effiziente Wärmenetze" mit einem Fördervolumen von einer Milliarde Euro pro Jahr bereits im Bundeshaushalt 2021 bzw. im Wirtschaftsplan des Energie- und Klimafonds auszustatten.

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01.10.2020