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Wasserstoff-Zukunft: 2G Energy AG steigert Gesamtleistung im ersten Quartal 2022

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Heek - Die 2G Energy AG, Hersteller von gasbetriebenen Kraft-Wärme-Kopplungs-(KWK)-Anlagen, steigerte den Umsatz im ersten Quartal um 12,7 Prozent auf 48,7 Mio. Euro (Vj. 43,2 Mio. Euro).

„Verwerfungen auf der Beschaffungsseite, wie sie aus vielen Industrien berichtet werden, wirken sich derzeitig nicht nachhaltig auf die Produktions sowie die Lieferfähigkeit bei 2G aus. So konnten wir den Output im Vorjahresvergleich um 26% auf 60,2 Mio. Euro (Vj. 47,6 Mio. Euro) steigern“, erläutert COO Ludger Holtkamp. „Geholfen hat uns dabei ein behutsamer Personalaufbau in fast allen Konzerneinheiten, um den mit über 180 Mio. Euro höchsten Auftragsbestand der Unternehmensgeschichte abzuarbeiten und die Lieferzeiten für den Kunden dabei so kurz wie möglich zu halten“.

Da ein großer Teil des Fabrikoutputs (11,5 Mio. Euro) in die Bestandserhöhung bei fertigen und unfertigen Erzeugnissen ging, schlugen sich Materialpreiserhöhungen sowie eigene Preiserhöhungen noch nicht substanziell nieder. „Das EBIT des ersten Quartals von -0,8 Mio. Euro sollte nicht falsch interpretiert werden“, merkt CFO Friedrich Pehle an. „Wirklich erfreulich und in diesen Tagen nicht selbstverständlich ist die gestiegene Gesamtleistung, die in den kommenden Wochen auch abgerechnet wird und sich dann positiv auf den Umsatz und direkt auf das Ergebnis auswirken wird.“ Traditionell trägt das erste Quartal sehr wenig zum Jahresergebnis der 2G Energy AG bei (Vj. 2 % vom Gesamtjahres-EBIT).

Die mit Beginn des Ukrainekrieges befürchtete vorübergehende Zurückhaltung, insbesondere bei Erdgas-BHKW, hat sich laut 2G Energy nicht bewahrheitet, denn im April 2022 lag der Auftragseingang mit 23,1 Mio. Euro (Vj. 16,3 Mio. Euro) erneut deutlich über dem bereits hohen Durchschnitt des ersten Quartals 2022 (17,9 Mio. Euro).

Perspektiven eröffnen sich für die 2G Energy AG auf dem Wasserstoff-Sektor. Das Unternehmen befindet isch in fortgeschrittenen Gesprächen, um als einer der ersten Industrieunternehmen in Deutschland Zugang zu leitungsgebundenen, nicht nur am Standort produzierten Wasserstoff zu erhalten. Verhandlungspartner ist die Wasserstoff Entwicklungs GmbH & Co. KG mit Sitz in Ahaus, die plant, ein regionales H2-Transportnetz aufzubauen, das an die gerade entstehende Wasserstoff-Pipeline Lingen-Gelsenkirchen angeschlossen sein wird. Der Netzzugang für die 2G Energy AG soll im Jahr 2024 erfolgen.

© IWR, 2022

20.05.2022