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WEA-Abstände: BWE plädiert für Beibehaltung der etablierten Regelung

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Berlin - Im Zusammenhang mit der anhaltenden Diskussion um die Abstandsregelung für Windenergieanlagen an Land im Referentenentwurf des Kohleausstiegsgesetzes hält Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier bislang an der geplanten Neuregelung fest. Der Bundesverband Windenergie (BWE) plädiert dagegen für den Fortbestand der bereits etablierten Abstandsberechnung auf der Basis des Bundesimmissionsschutzgesetzes (BImSchG) und der Technischen Anleitung Lärm (TA Lärm).

Die dort enthaltenen Richtlinien stellten sicher, dass Beeinträchtigungen für Anwohner und Umwelt verhindert werden. Sie gelten nicht nur für Windenergieanlagen, sondern auch für andere schallemittierende Infrastrukturen und industrielle Bauvorhaben, so der BWE. Unter dem Deckmantel der Akzeptanzförderung pauschale Abstandsregelungen einzuführen, sei der falsche Weg. Es gebe bessere Ansätze für die Akzeptanz von Windenergieprojekten.

„Die angekündigte Abstandsregelung hilft nicht dem kleinen Mann, sondern bedroht die erfolgreiche Fortsetzung der Energiewende und macht eine Erreichung des 65 Prozent-Ziels unmöglich, wie das Umweltbundesamt noch einmal betont hat“, so BWE-Präsident Hermann Albers. Nach dem Beschluss des Klimaschutzgesetzes am vergangen Freitag brauche es einen starken Fokus auf den erforderlichen Zubau der Erneuerbaren. Besonders das Repowering von Windenergieanlagen auf akzeptierten Bestandsflächen dürfe dabei nicht unter die 1.000 Meter-Regelung fallen, so Albers weiter.

© IWR, 2019

21.11.2019