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Wenn Wolken trüben: Ultraschnelle Kondensatoren sollen Solarstrom zwischenspeichern

© ZAE, Bayern, andreas160578 Pixabay© ZAE, Bayern, andreas160578 Pixabay

Würzburg - Wenn Solaranlagen viel Solarstrom produzieren, dann kann es durch Wolkenbewegungen zu starken Leistungsschwankungen kommen. Das belastet die Leistungselektronik, eventuelle Speichereinheiten und auch die Netzstabilität.

Forschende wollen mit Hilfe von ultraschnellen Kondensatoren die Solarenergie zwischenspeichern und so Leistungsschwankungen abfedern. Unter der Koordination des Bayerischen Zentrums für Angewandte Energieforschung e.V. (ZAE Bayern) startete am 1.12.2020 das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) geförderte 2,6 Mio. Projekt ”Entwicklung eines netzdienlichen Photovoltaik-Speicher-Systems unter Einsatz von Ultrakondensatoren (NetPVStore)“.

Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer Wandler-Speicher-Einheit, bestehend aus Photovoltaik (PV)-Modulen Kurzzeitspeichern und Elektronik, die Leistungsschwankungen von PV-Anlagen im Bereich von Sekunden bis Minuten deutlich glätten und somit erneuerbare Energien in netzdienlicher Qualität bereitstellen soll.

Der Clou ist die Kombination von Photovoltaikmodulen mit speziell angepassten Ultrakondensatoren mit einer ausgeklügelten Regelelektronik. Nach einer dreijährigen Entwicklungs- und Optimierungsphase auf Laborebene soll das neue System bereits in einer Demonstrationsanlage im Netz installiert und in einer einjährigen Monitoringphase unter Realbedingungen bewertet werden.

Das interdisziplinäre Projektteam setzt sich aus Wissenschaftlern und Ingenieuren der beteiligten Forschungseinrichtungen, ZAE Bayern und Institut für leistungselektronische Systeme ELSYS (TH Nürnberg) sowie Partnern aus der Industrie und Energiewirtschaft, wie Sunset Energietechnik, DHG Engineering, Skeleton Technologies und ÜZ Mainfranken zusammen.

© IWR, 2021

24.03.2021