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Strommarkt

1. Strompreise

Aufgrund des wachsenden Anteils von Strom aus erneuerbaren Energien und der anhaltend hohen Produktion von Kohlestrom sind die Börsenstrompreise in Deutschland am Spot- und Terminmarkt in den letzten Jahre eingebrochen.

Am Spotmarkt der Strombörse, an dem Strommarktkontrakte für den aktuellen bzw. nächsten Tag gehandelt werden, sind die Börsenstrompreise in den letzten Jahren aufgrund des wachsenden Anteils von Strom aus erneuerbaren Energien stark gefallen. Mit 2,2 Cent / kWh wurde im Februar 2016 der niedrigste Wert seit Mai 2003 erreicht.

strompreis spotmarkt

 

Am Terminmarkt, auf dem Stromeinkäufer und Großabnehmer bereits Jahre im Voraus Stromkontingente einkaufen, lagen die monatlichen Durchschnittspreise für das Lieferjahr 2017 im Februar 2016 bei nur noch 2,17 Cent / kWh. Das ist der niedrigste Wert seit 2007. Seitdem haben die Preise wieder leicht angezogen und notieren zum Jahresende 2017 bei 3,8 Cent die kWh (Monatsmittel Dezember 2017).

 

strompreis terminmarkt

 

Trotz der stark gesunkenen Börsenstrompreise zahlen die Letztverbraucher aufgrund von Steuern und Abgaben wie der stetig steigenden EEG-Umlage für ihren Strom immer mehr. Privathaushalte mussten 2017 bei einem Stromverbrauch bis 2.500 kWh einen Strompreis von fast 34 Cent / kWh zahlen.

Strompreise Privathaushalte (inkl. aller Steuern und Abgaben)

Strompreis Haushalte (Ct/kWh)

2017* 2016 2015 2014 2013 2012 2011 2010

1.000 bis 2.500 kWh / Jahr

33,6  32,8 32,1 32,3 31,7 28,9 27,8 26,6

2.500 bis 5.000 kWh / Jahr

30,5  29,7 29,5 29,8 29,2 26,4 25,3 24,1

2017*: vorläufig
Daten: EuroStat

 

2. Stromerzeugung

Die Stromerzeugung in Deutschland hat im Jahr 2016 mit knapp 650 Mrd. kWh den höchsten Stand seit dem Jahr 2000 erreicht. Mit über 260 Mrd. kWh Strom aus Stein- und Braunkohle stellt die Kohle auch 2016 den stärksten Energieträger im Strommix dar. Darauf folgt mit fast 190 Mrd. kWh die Stromerzeugung aus regenerativen Energien, die in den letzten Jahren deutlich zulegen konnte.

In Deutschland wird deutlich mehr Strom erzeugt, als verbraucht. Da Stein- und Braunkohlekraftwerke trotzt des Ausbaus der regenerativen Erzeugungskapazitäten weiterhin auf hohem Niveau Strom produzieren und der Export den Stromimport übersteigt, nimmt der Netto-Stromexportüberschuss in Deutschland immer neue Rekordwerte an (2016: rd. 54 Mrd. kWh).

 

bruttostromerzeugung deutschland

 

3. Links

- Warum die Strompreise an der Börse sinken und für Verbraucher steigen weiter...

 


 

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