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Winterlicher, aber trockener und sehr sonniger Jahresauftakt - Wind- und Solarstromerzeugung steigt im Januar 2026 um über 5 Prozent

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Münster - Der Januar 2026 zeigte sich in Deutschland winterlich. Trotz der Schneefälle war der erste Monat des Jahres 2026 insgesamt aber niederschlagsarm. Auffällig war die vergleichsweise hohe Sonnenscheindauer in weiten Teilen des Landes. Die Wind- und Solarstromerzeugung steigen gegenüber dem Vorjahresmonat an.

Der Januar 2026 präsentierte sich deutschlandweit ungewöhnlich sonnig. Mit rund 67 Stunden fällt der Januar dabei noch sonniger aus als im Vorjahr (01/25: 61 Stunden). Gestützt durch die winterliche Witterung mit so viel Schnee wie seit 2010 nicht mehr, legen die Stromerzeugung aus Wind- und Solarenergie im Januar im Vergleich zum Vorjahresmonat um über 5 Prozent zu. Das geht aus den bislang vorliegenden Daten der Übertragungsnetzbetreiber hervor.

Wind- und Solarstromproduktion im Januar bei über 18 Mrd. kWh
Die Stromerzeugung aus Wind- und Solaranlagen in Deutschland beläuft sich im Januar 2026 auf insgesamt 18,31 Mrd. kWh. Gegenüber dem Vorjahresmonat fällt die Wind- und PV-Stromerzeugung im Januar 2026 damit um 5,4 Prozent höher aus (Januar 2025: 17,37 Mrd. kWh). Den Großteil macht dabei mit 16,64 Mrd. kWh die Stromeinspeisung aus Windenergieanlagen aus (Onshore: rund 13,0 Mrd. kWh, Offshore: rund 3,7 Mrd. kWh). Gegenüber dem Vorjahresmonat liegt die Windstromeinspeisung damit um knapp 6 Prozent höher (01/2025: 15,74 Mrd. kWh). Die Solarstromerzeugung steigt im vergangenen Monat um 2,5 Prozent auf 1,67 Mrd. kWh (01/2025: 1,63 Mrd. kWh).

Windstromerzeugung geht 2025 leicht zurück- Solarstromerzeugung steigt deutlich
Die gesamte Windstromerzeugung in Deutschland erreichte im Jahr 2025 eine Größenordnung von 132,6 Mrd. kWh und lag damit witterungsbedingt um 3,4 Prozent unter dem Wert des Jahres 2024 (137,3 Mrd. kWh). Die Onshore-Windstromerzeugung ist dabei um 4,6 Prozent auf 106,5 Mrd. kWh zurückgegangen (2024: 111,6 Mrd. kWh). Die Offshore-Windstromerzeugung lag dagegen mit 26,1 Mrd. kWh um etwa 2,0 Prozent über dem Vorjahreswert (2024: 25,6 Mrd. kWh).

Die Solarstromerzeugung stieg gestützt durch die Witterung und den Ausbau der Erzeugungskapazitäten im Jahr 2025 auf 73,8 Mrd. kWh und verzeichnete damit ein deutliches Wachstum von 16,4 Prozent gegenüber dem Jahr 2024 (63,4 Mrd. kWh).

Über die Daten der europäischen Netzbetreiber (ENTSO-E)
Die IWR-Auswertung basiert auf der Analyse aller von den nationalen Netzbetreibern zur Verfügung gestellten EU-Länderdaten. Für Deutschland liefern die vier Übertragungsnetzbetreiber (ÜNB) Tennet TSO, 50 Hertz Transmission, Amprion und TransnetBW Daten an den Verband der europäischen Übertragungsnetzbetreiber (ENTSO-E). Die Übertragungsnetzbetreiber messen die Netto-Stromeinspeisung in ihren Stromnetzen. Strommengen, die nicht eingespeist werden und für den Betrieb von Kraftwerken benötigt (Eigenverbrauch) oder selbst genutzt (Eigennutzung) werden, sind in der vorliegenden Statistik nicht abgebildet.

Die Daten zur Brutto-Stromerzeugung in der endgültigen Jahresabrechnung und den amtlichen Statistiken in Deutschland (z.B. BMWK) oder in Europa (Eurostat) können daher von den hier vorliegenden zeitnahen Messungen und Hochrechnungen abweichen.


© IWR, 2026


11.02.2026

 



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