Energiefirmen.de

Branchenportal der Energiewirtschaft

Blackstone investiert 2 Milliarden Euro in Eurowind Energy: Milliarden-Partnerschaft treibt Ausbau von regenerativen Energieprojekten voran

© Eurowind Energy© Eurowind Energy

Hamburg - Der Finanzinvestor Blackstone steigt mit einem Milliardeninvestment bei Eurowind Energy ein. Mit dem frischen Kapital sollen in Europa Energieparks ausgebaut werden. Deutschland spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Im Rahmen der Vereinbarung stellt Blackstone rund zwei Milliarden Euro für die Entwicklung europäischer Energieprojekte bereit. Eurowind Energy verfügt in Deutschland über eine Windenergie-Pipeline von deutlich über 4 GW in der Entwicklung sowie mehr als 300 MW im Bau. Die Partnerschaft soll die Projektentwicklung und Realisierung erneuerbarer Energien deutlich beschleunigen.

Blackstone stärkt Eurowind Energy: Kapital für beschleunigten EE-Ausbau in Europa
Die Einigung zwischen Blackstone und Eurowind Energy markiert einen bedeutenden Schritt für den Ausbau von regenerativen Energieprojekten. Der US-Finanzinvestor stellt dem dänischen Projektentwickler Eurowind Energy rund zwei Milliarden Euro zur Verfügung, um Energieprojekte in mehreren europäischen Märkten voranzutreiben. Deutschland ist dabei einer der Kernmärkte von Eurowind Energy.

Das Unternehmen ist in Deutschland bereits stark positioniert. Aktuell befinden sich mehr als 300 MW an Windenergieleistung in der Bauphase, was rund 50 modernen Windkraftanlagen entspricht. Zusätzlich verfügt das Unternehmen über eine Entwicklungspipeline von rund 4,6 GW. Mit dem frischen Kapital soll laut Eurowind Energy insbesondere die Projektentwicklung in Deutschland gesichert und extrem beschleunigt werden.

Deutschland-Geschäftsführer David Christopher Stahl ordnet die Partnerschaft als strategisch ein: „Wir zeichnen uns durch ein starkes und qualitativ hochwertiges Projektportfolio aus, und der Ausbau erneuerbarer Energien erfordert eine solide Kapitalbasis. Eine perfekte Kombination. Wir sind stolz, ein entscheidender Projektierer und Betreiber von Erneuerbaren-Projekten mit sauberer Energie zu sein“. Die Kombination aus Projektentwicklungskompetenz und Finanzkraft sei entscheidend für weiteres Wachstum.

Die Kooperation soll es Eurowind Energy zudem ermöglichen, stärker in den Erwerb und die Entwicklung neuer Projekte einzusteigen. Dazu zählen Vorhaben in unterschiedlichen Genehmigungsstadien ebenso wie Bestandsanlagen, die für ein Repowering infrage kommen.

Projektentwicklung unter Druck: Kapital soll Umsetzungsgeschwindigkeit erhöhen
Der deutsche Markt für Windenergie gilt aktuell als herausfordernd. Viele Unternehmen können zu den derzeitigen Konditionen ihre Projekte nicht mehr realisieren. In diesem Umfeld gewinnt der Zugang zu Kapital an Bedeutung.

Eurowind Energy setzt dabei auf ein integriertes Geschäftsmodell entlang der gesamten Wertschöpfungskette – von der Projektentwicklung über Bau und Finanzierung bis hin zum Betrieb der Anlagen. Anders als viele Wettbewerber verkauft das Unternehmen seine Projekte nicht, sondern betreibt sie selbst über Jahrzehnte.

Dieses Modell soll Stabilität schaffen und langfristige Partnerschaften mit Kommunen und Flächeneigentümern ermöglichen. Gleichzeitig setzt das Unternehmen verstärkt auf sog. Energycenter, bei denen Erzeugung, Umwandlung, Speicherung und Verbrauch als Gesamtprojekt konzipiert werden.

Stahl sieht in der Zusammenarbeit mit Blackstone einen Hebel für weiteres Wachstum. „Derzeit sind wir auf der Suche nach Kooperationspartnern, Windprojekten in allen Genehmigungsstadien und Bestandsparks. Altanlagen mit Repowering sind ebenso in unserem Fokus zum Kauf,“ so Stahl.

Mit der Partnerschaft positionieren sich beide Unternehmen stärker im wachsenden europäischen Markt für erneuerbare Energien, in dem der Bedarf an Kapital und schneller Projektumsetzung weiter zunimmt.

© IWR, 2026


07.05.2026

 



Jobs & Karriere - Energiejobs.de
Veranstaltungen - Energiekalender.de

Pressemappen - mit Original-Pressemitteilungen