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ABB verstärkt norwegisches Stromnetz

Zürich – Für eine höhere Netzstabilität und die Integration erneuerbarer Energien im Stromsektor ist in vielen Ländern auch ein Ausbau der Stromnetze notwendig. Nun hat der Schweizer Konzern ABB zur der Optimierung des Netzes in Norwegen einen dicken Auftrag an Land gezogen.

ABB sicherte sich einen Auftrag für zwei Umspannwerke in Lyse und Fjotland im Wert von rund 30 Millionen US-Dollar (ca. 27 Mio. Euro). Neben erhöhter Netzstabilität und verbesserter Stromversorgung kann zudem die Integration erneuerbarer Energiequellen wie Wind- und Wasserkraft besser gelingen.

Länderübergreifende Verbesserung des Nordsee-Verbundnetzes

Zudem spielen die zwei Umspannwerke auch eine große Rolle bei der Verbindung des norwegischen Stromnetzes mit den Netzen in Großbritannien und Deutschland. „Vestre korridor“ (westlicher Korridor) ist der Name des Projekts, welches zur Modernisierung des Übertragungsnetzes in der Region beitragen soll, von dem laut ABB letztlich das gesamte nordeuropäische Verbundnetz profitieren wird.

Neben der Planung, Konstruktion, Lieferung und Installation ist auch die Inbetriebnahme der der beiden neuen 420-Kilovolt(kV)-Umspannwerke im Projektumfang enthalten. ABB liefert umfangreiche elektrische Ausrüstung, darunter die gasisolierten 420-kV-Schaltanlagen, Live-Tank-Leistungsschalter, Messwandler und Überspannungsschutzgeräte. Mit NCC, einem führenden Bauunternehmen der Region, wird auch auf heimische Technik gesetzt. Beauftragt wurde das Projekt durch das norwegische Energieunternehmen Statnett.

Modernisierung des norwegischen Übertragungsnetzes

„Wir arbeiten schon seit vielen Jahren mit Statnett zusammen und haben zahlreiche Projekte gemeinsam durchgeführt. Daher freuen wir uns sehr, Statnett nun auch bei der wichtigen Modernisierung des norwegischen Übertragungsnetzes mit unseren führenden Technologien und unserer Projektkompetenz unterstützen zu dürfen“, sagt Claudio Facchin, Leiter der Division Stromnetze von ABB. „Im Rahmen der Next-Level-Strategie von ABB setzen wir uns dafür ein, die Integration erneuerbarer Energien zu fördern und Infrastrukturen für die effiziente und zuverlässige Stromversorgung zu entwickeln.“

Einzigartiger Energiemix in Norwegen

Für viele europäische Länder ist das was Norwegen bereits vollbracht hat noch weit in der Ferne. Beinahe die komplette Energiegewinnung auf dem Festland (rund 99 Prozent) erfolgt mit Wasserkraft. Daneben hat Norwegen aber auch großes Potenzial für die Windstromerzeugung, sowohl an Land als auch auf See. Auch die Forschung und Entwicklung wird in Norwegen stark vorangetrieben. So beschäftigt man sich intensiv mit der Nutzung der Wellenkraft und Bioenergie auf Holzbasis.

© IWR, 2016

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