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RWE gibt Modalitäten für innogy-Börsengang bekannt

Essen – Während die E.ON-Abspaltung Uniper am heutigen Montag erstmals eigenständig an der Börse gehandelt wird, liefert RWE neue Infos zum Börsengang der Zukunftsgesellschaft innogy. Mit diesem Börsengang will RWE anders als E.ON Kasse machen.

Die Vorstände von innogy und der RWE AG haben entschieden, eine Notierung der innogy-Aktien im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse anzustreben. Das geplante Angebot soll dabei auch aus neuen Aktien bestehen, die innogy im Zuge einer Kapitalerhöhung ausgeben will.

innogy-Kapitalerhöhung um zehn Prozent

Das Ausmaß der Kapitalerhöhung bei innogy soll zehn Prozent bezogen auf das Kapital nach Durchführung der geplanten Maßnahme betragen. Darüber hinaus ist beabsichtigt, im gleichen Schritt weitere Aktien aus dem Portfolio der RWE AG zu platzieren. Die exakte Anzahl der Anteile, die hierbei veräußert werden sollen, sollen zu einem späteren Zeitpunkt festgelegt werden.

innogy-Aktien sollen in Deutschland und Luxemburg öffentlich angeboten werden. Zudem sind Privatplatzierungen bei Investoren in weiteren Ländern geplant. Der Zeitpunkt des Börsengangs wird unverändert mit dem vierten Quartal 2016 angegeben. Erlöse aus der geplanten Kapitalerhöhung fließen dabei innogy zu und sollen überwiegend Wachstumsinvestitionen finanzieren. Erlöse aus dem Verkauf von Bestandsaktien sollen dagegen der RWE AG zukommen.

innogy soll von Megatrends der Energiewirtschaft profitieren

Für Peter Terium, Vorstandsvorsitzender von RWE und innogy liegen die Vorbereitungen des innogy-Börsengangs „sehr gut“ im Plan. „innogy ist stark aufgestellt, um von den drei Megatrends der Energiewirtschaft zu profitieren: Dekarbonisierung, Dezentralisierung und Digitalisierung. Durch den geplanten Börsengang will innogy ihre Position als innovatives Energieunternehmen in Europa weiter ausbauen – und je erfolgreicher die Tochter, umso mehr profitiert auch die RWE AG“, so Terium weiter.

Dividende: innogy will 70 bis 80 Prozent des bereinigten Nettoergebnisses ausschütten

innogy bündelt die Geschäftsbereiche Netz & Infrastruktur, Vertrieb und Erneuerbare Energien. Das Unternehmen kommt auf ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) in Höhe von 4,5 Mrd. Euro im Geschäftsjahr 2015. In den Jahren 2016 bis 2018 sollen Investitionen von rund 6,5 Mrd. Euro in die Energiewende gesteckt werden. Speziell im Bereich erneuerbare Energien profitiert das Unternehmen nach eigener Darstellung von verschiedenen nationalen Förderprogrammen mit stabilen Rahmenbedingungen. 2015 erwirtschaftete der Bereich auf Basis des kombinierten Jahresabschlusses ein EBITDA von rund 0,8 Mrd. Euro. „Größtenteils planbare, regulierte Erträge und eine solide Kapitalstruktur sind die Basis für Investitionen und ein nachhaltiges Wachstum von innogy. Unsere Investoren wollen wir durch eine attraktive Dividendenpolitik an dieser Entwicklung beteiligen“, sagt Bernhard Günther, Finanzvorstand bei innogy. Das bereinigte Nettoergebnis soll zu 70 bis 80 Prozent an die Anteilseigner als Dividende ausgeschüttet werden.

© IWR, 2016

12.09.2016

 



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