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GLS Bank kauft Windpark Gagel von Prokon

Bochum – Die GLS Bank übernimmt die Mehrheit am Prokon-Windpark Gagel in Sachsen-Anhalt. Für die Mitglieder und Kunden des Bankinstituts soll ein Beteiligungsmodell entwickelt werden.

Die GSL Bank aus Bochum kauft 80,1 Prozent der Anteile am neuen Windpark Gagel von der Prokon Regenerative Energien eG. Der 48 Megawatt (MW) große Windpark soll mittelfristig über eine Finanzbeteiligung einer breiten Bürgerschaft zugänglich gemacht werden.

Prokon verkauft 48-MW-Windpark in Sachsen-Anhalt

Der Windpark Gagel in Sachsen-Anhalt umfasst 16 Windräder vom Typ Enercon E-115 mit einer Gesamtleistung von 48 MW. Diese können rechnerisch den Jahresstrombedarf von bis zu 40.000 Haushalten decken. Die 16 Enercon-Anlagen mit einer Leistung von je 3 MW und einer Gesamthöhe von fast 207 Metern sind seit Februar 2017 in Betrieb. Der Park wurde von Prokon projektiert. Die Genossenschaft wird weiterhin 19,9 Prozent an dem Park halten und die technische Betriebsführung übernehmen.

Bochumer GLS-Bank will Tochter zum EE-Stromerzeuger umbauen

Der Kauf ist Teil des Umbaus der GLS Energie AG, einer Tochter der GLS Bank, zu einem unabhängigen Stromerzeuger mit eigenen Solar- und Windkraftwerken mit einer Leistung von 85 MW. Insgesamt betreut die GLS Bank bundesweit 23 Wind- und Solarparks mit mehr als 200 MW Leistung, die sie mehrheitlich über geschlossene Fonds und Genussrechte öffentlich platziert hat.

„Mit der Beteiligung der Menschen in der Umgebung, der Mitglieder und Kunden der Genossenschaften GLS Bank und Prokon leisten wir einen wichtigen Beitrag zur bürgernahen Energiewende“, unterstreicht Frank Trauboth, Vorstand der GLS Energie AG. „Mit Prokon haben wir einen kompetenten Technik-Partner mit langjähriger Erfahrung für dieses Großprojekt gefunden.“

Investitionsvolumen von 100 Mio. Euro für Bürger zugänglich

Der Windpark Gagel soll mittelfristig über eine Finanzbeteiligung einer breiten Bürgerschaft zugänglich gemacht werden. Das Investitionsvolumen liegt bei rund 100 Mio. Euro. Durch mehr als 300 Flächenpachtverträge sollen zahlreiche Anwohner und landwirtschaftliche Betriebe an der Wertschöpfung beteiligt werden. In den umliegenden Ortschaften werden zudem zahlreiche Förderungen in gemeinnützige Projekte fließen. Der Windpark erstreckt sich über landwirtschaftlich genutzte Flächen der Landkreise Stendal und Altmarkkreis Salzwedel.

© IWR, 2017

14.06.2017

 



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